Wiener Tierschutzverein lädt Präsidentschaftskandidaten zu Gesprächen ein

WTV-Präsidentin Petrovic: „Hoch an der Zeit für ein Staatsoberhaupt mit Herz für Tiere“.

Vösendorf (OTS) - Der Wiener Tierschutzverein (WTV) sucht in der heißen Wahlkampfphase den Dialog mit den fünf aussichtsreichsten Kandidaten der Bundespräsidentschaftswahl 2016, die auch mit Sicherheit die formalen Hürden nehmen können. „Wiewohl das oberste Amt im Staat nicht mit direkten Kompetenzen zur Gesetzgebung ausgestattet ist, ist es doch gerade im Hinblick auf Werthaltungen und den gesellschaftlichen Wandel besonders wichtig, um mit moralischer Autorität positive Tendenzen zu unterstützen und vor Fehlentwicklungen zu warnen. Die Verbesserung der Rechtsstellung von Tieren, der Schutz vor Ausbeutung, vor Grausamkeiten und vor einer Degradierung zu Produktionsfaktoren in der industriellen Massentierhaltung sind für immer mehr Menschen, vor allem für die Jugend, wichtige Anliegen und sollten auch einem künftigen Bundespräsidenten oder einer Bundespräsidentin wichtig sein“, so Petrovic.

Enormer Gesprächsbedarf

Daher wurden Irmgard Griss, Norbert Hofer, Rudolf Hundstorfer, Andreas Khol und Alexander van der Bellen zu Gesprächen ins Wiener Tierschutzhaus nach Vösendorf eingeladen. Gesprächsbedarf gibt es laut Petrovic jedenfalls genug: „Im Tierschutz sind wie kaum in einem anderen Bereich gesellschaftliche Spannungen so deutlich spürbar. Während die einen Gatterjagden veranstalten oder hohe Profite aus immer größeren und intensiver bewirtschafteten Schweinemasten oder Hühnerfarmen herausholen, treten immer mehr Menschen dafür ein, dass alle Tiere ein Recht auf ein artgerechtes Leben ohne ausuferndes Leid haben sollen. Gleichzeitig werden bestehende Wertekonflikte mit exekutiven Maßnahmen oder gerichtlich „niedergehalten“. Prozesse gegen Tierschützerinnen und Tierschützer, polizeiliche Observierungen und die Einschränkung der Vereins- und Versammlungsfreiheit durch Demonstrationsverbote sowie immer neue „Sperrgesetze“ sind demokratiepolitisch gefährliche Entwicklungen. Über all diese Themen suchen wir ein Grundsatzgespräch mit den Präsidentschaftskandidaten und der Kandidatin“, so Petrovic.

Im Sinne der überparteilichen Tradition des WTV wird der Kandidatin und den Kandidaten Gelegenheit zu einem Besuch im Wiener Tierschutzhaus und einer Besprechung mit den Vorstandsmitgliedern gegeben. Der WTV wartet nun auf Rückmeldung.

Letzter Besuch 1930

Der letzte bekannte und dokumentierte Besuch eines Bundespräsidenten im Wiener Tierschutzverein liegt übrigens bereits 86 Jahre zurück. Bundespräsident Wilhelm Miklas traf im Jahr 1930 den damaligen WTV-Vorstand unter Präsident Alfred Kramer. „Es ist hoch an der Zeit, dass Österreich ein Staatsoberhaupt bekommt, das ein Herz für Tiere hat“, so Petrovic.

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