vida: Pensionsmonitoring beweist: Wir brauchen das Bestbieterprinzip!

Hebenstreit: Öffentliche Hand muss endlich Vorbildfunktion einnehmen

Wien (OTS) - „Das Pensionsmonitoring des Sozialministeriums zeigt, dass besonders bei der Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen noch Aufholbedarf besteht“, erklärt Roman Hebenstreit, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida. Erneut fordert er die Verankerung des Bestbieterprinzips für alle öffentlichen Auftragsvergaben: „Die öffentliche Hand vergibt jährlich Aufträge in Höhe von über 40 Milliarden Euro. Bei der Verteilung dieser Gelder muss auf verpflichtende Sozialstandards beharrt werden“, betont Hebenstreit. „Aufträge sollen an Unternehmen vergeben werden, die ihrer sozialen Verantwortung nachkommen, faire Löhne und Gehälter bezahlen, ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen und Lehrlinge ausbilden", betont der vida-Gewerkschafter.++++

Die Regierung hätte es in der Hand, mit gutem Beispiel voranzugehen und positive Impulse für die Beschäftigung Älterer zu setzen. Als konkretes Beispiel führt Hebenstreit die ÖBIB an. Mit ihr hat Finanzminister Schelling ein brauchbares Instrument in der Hand, womit neue Lehrplätze und mehr Arbeitsplätze für ältere Beschäftigte geschaffen werden könnten. Das Pensionsmonitoring für die BeamtInnen habe gezeigt, was möglich sei, und könne als Vorbild dienen. „Es geht jetzt darum, rasch sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, appelliert Hebenstreit.

Billigstbieterprinzip konterkariert Ziele des Staates

„Im Transportsektor wie auch in der Reinigungsbranche sowie in anderen Dienstleistungsbereichen erleben wir, dass Unternehmen nur mehr über den Faktor Lohnkosten einen Wettbewerbsvorteil bei Ausschreibungen erzielen können“, erklärt Hebenstreit. Die Leidtragenden sind oft die älteren ArbeitnehmerInnen. Entweder werden diese gleich aus der Beschäftigung gedrängt oder müssen zu niedrigen Gehältern arbeiten. „Das Billigstbieterprinzip ist eindeutig altersdiskriminierend“, so Hebenstreit. Diese verfehlte Politik komme die Steuerzahler in mehrfacher Hinsicht teuer zu stehen. Einerseits durch Mehrkosten für Arbeitslose, andererseits durch niedrigere Einnahmen bei Steuern und Pensionsbeiträgen. „Höchste Zeit also, das Bestbieterprinzip flächendeckend für alle öffentlichen Aufträge einzuführen. Lohndrückerei darf nicht länger mit Steuergeld belohnt werden“, schließt Hebenstreit. (Schluss)

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