Stronach/Schenk: Einkommensschere geht weiter auf

Regierung soll endlich handeln statt reden

Wien (OTS) - „Der Rechnungshofbericht über die durchschnittlichen Einkommen und zusätzlichen Pensionsleistungen von Managern staatsnaher Unternehmen zeigt klar auf, dass Frauen im staatsnahen Bereich weiterhin benachteiligt sind“, stellte Team Stronach Frauensprecherin Martina Schenk in ihrem Debattenbeitrag fest. Interessant dabei sei, dass, während die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern im öffentlichen Bereich weiter auf ging, diese in der Privatwirtschaft kleiner wurde, so Schenk. Das sei insofern paradox, „als die Regierung gerade im staatsnahen Bereich sehr wohl Einfluss nehmen könnte“, kritisierte Schenk. „Hier herrscht Handlungsbedarf“, so ihr Appell.

Laut Bericht betrugen die Gehälter der weiblichen Vorstandsmitglieder oder Geschäftsführer 2014 im Durchschnitt nur 73,1 Prozent der durchschnittlichen Einkommen ihrer männlichen Kollegen. Im Jahr 2012 erreichten die Frauen noch einen Wert von 81,3 Prozent der Durchschnittsbezüge von Männern.

Ebenfalls könne nicht hingenommen werden, dass die Gehälter von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern vier Mal so hoch seien als jene von normalen Bediensteten, erklärte Schenk. Laut Rechnungshofbericht sind die Einkommen der Spitzenmanager zwischen 2011 bis 2014 durchschnittlich um 15,3 Prozent gestiegen, während die Beschäftigten nur einen Gehaltszuwachs von 7,5 verzeichnen konnten. Besonders „krass“ sei dieses Missverhältnis bei den ÖBB, wo die Differenz 43,3 Prozent zu respektive 10,9 Prozent beträgt, machte Schenk aufmerksam.

Kritik gab es von Schenk auch an den wenig transparenten Gehaltsauflistungen von AGES, AMA und ÖBB-Teilgesellschaften, wo nicht ersichtlich ist, welche Genderunterschiede es bei den Gehältern gibt.

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