Maurer gegen Polit-Steuerung bei Einstufung von Bildungsangeboten

Grüne befürchten Schönfärberei von Bildungsangeboten der Kammern

Wien (OTS) - „Das vorliegende Gesetz stellt nicht sicher, dass die Einstufung von Bldungsangeboten transparent und auf objektiv-sachlicher Basis erfolgen kann. Die Koordinationsstelle entscheidet nach eigenem Gutdünken, ob überhaupt Gutachten zur Bewertung der Bildungsangebote eingeholt werden", kritisiert Sigrid Maurer, Grüne Wissenschaftssprecherin, das Gesetz zum „nationalen Qualifikations-Rahmen“, das Bildungsangebote einstuft und damit besser vergleichbar machen sollte.

Der Koordinierungsstelle, bestehend aus drei Personen, steht ein 30-köpfiges Steuerungsgremium gegenüber das mit 2/3-Mehrheit ein Veto gegen eine Einstufung einlegen kann. "Im 30-köpfigen Steuerungsgremium haben sich die Regierungsfraktionen eine 80-prozentige Mehrheit gesichert. Die sechs unabhängigen Mitglieder werden damit nie die Möglichkeit haben, ein Veto gegen eine problematische Einstufung einzulegen", stellt Maurer fest. "Die Einstufung von Bildungsangeboten hat aber nicht nach politischen Wünschen, sondern nach objektiven Kriterien zu erfolgen", fordert Maurer.

Bei dem Gesetz handelt es sich um einen sozialpartnerschaftlichen Kompromiss, was auch der Grund für die politische Steuerung sein dürfte. "ArbeiterInnen- und Wirtschaftskammer verfügen beide über ein breites Bildungsangebot und haben Interesse an einer guten Einstufung im Qualifikationsrahmen. Es ist zu befürchten, dass es nun zu einer gegenseitigen Schönfärberei der jeweiligen Bildungsangebote der Kammern kommt", sagt Maurer.

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