„matinee“ am 28. Februar: Dokus über Hollywood-Komponist Max Steiner und „86402 Sekunden im Leben des Alberto Peratoner“

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Hollywood ist wieder im Oscar-Fieber! Im Vorfeld der 88. Verleihung der Academy Awards am Sonntag, dem 28. Februar 2016 – der ORF überträgt die „Oscar-Nacht 2016 live“ ab 0.45 Uhr in ORF eins – macht sich die „matinee“ in ORF 2 mit der Doku „Der Klang Hollywoods – Max Steiner und seine Erben“ (9.50 Uhr) auf die Spur des dreifach Oscar-prämierten Wiener Komponisten und taucht ein in die Welt der Filmmusik. Davor widmet sich der filmische Essay „Im Herzen der Zeit – 86402 Sekunden im Leben des Alberto Peratoner“ (9.05 Uhr) von Wolfgang Peschl und Christian Riehs dem Thema Zeit, denn als Schaltjahr ist 2016 wieder exakt um 86.402 Sekunden länger als ein „reguläres“ Jahr. Die Doku begleitet einen Tag lang den venezianischen Uhrmacher Peratoner der als „Hüter der Zeit“ von San Marco jahrelang im Uhrturm am Markusplatz lebte. Den Abschluss des von Martin Traxl präsentierten ORF-Kulturvormittags bildet „Die Kulturwoche“ (10.35 Uhr) mit Berichten und Tipps zum aktuellen Kulturgeschehen.

„Im Herzen der Zeit – 86402 Sekunden im Leben des Alberto Peratoner“ (9.05 Uhr)

Alberto Peratoner ist Venezianer, Uhrmacher, aber auch Philosoph und Theologe. Jahrelang war er der Uhrmacher von San Marco, und als solcher „der Hüter der Zeit“. Seine Wohnung war der Torre dell’Orologio, der Uhrturm am Markusplatz. Doch der Uhrturm von San Marco musste restauriert, die Uhr modernisiert und der Zeit angepasst werden. Peratoner musste ausziehen. Statt ihm zieht nun ein präzise gesteuerter Elektromotor die Gewichte der jahrhundertealten Pendeluhr hoch. Nach dem Leben im Uhrturm zog Peratoner mit Frau und Kindern in eine kleine Wohnung in Venedig, die jener in der Uhr exakt gleicht. Die langen Nächte in seinem Arbeitszimmer, einer Uhrmacherwerkstatt, sind ausgefüllt mit Gedanken zum Phänomen Zeit – jenem Thema, das ihn von Kindheit an begleitet. Der Filmessay von Wolfgang Peschl und Christian Riehs folgt Peratoner auf seiner Reise durch die Zeit und entwickelt sich zum filmischen Tagebuch voll Reflexionen und Anmerkungen. Seine Gedanken graben sich tief in die Ereignisse der Geschichte, führen zu anderen, längst erloschenen Kulturen, und kreisen um die ewige Frage: Was bedeutet Zeit für uns Menschen?

„Der Klang Hollywoods – Max Steiner und seine Erben“ (9.50 Uhr)

Der in Wien geborene Max Steiner gilt als Vater der Filmmusik. Geprägt von der reichen Musikwelt Wiens brachte der jüdische Dirigent und Arrangeur die Werke von Richard Strauss und Gustav Mahler nach Hollywood, wo er für den zu dieser Zeit geborenen Tonfilm ein neues Musikgenre begründete: die Symphonische Filmmusik. Steiner war einer der ersten Filmkomponisten, der symphonische Musik gezielt zur Verstärkung dramaturgischer Effekte in einem Spielfilm einsetzte. Er ging sogar soweit, auch Dialoge mit Musik zu unterlegen, um deren Wirkung beim Publikum zu verstärken.
Diese Grundidee behielt Max Steiner bei und setzte damit seine Erfolgsstory fort. Seinen Durchbruch hatte er 1933 mit der Musik für den Horrorfilm „King Kong“. Die Partituren zu „Casablanca“ und „Vom Winde verweht“ gelten als Meisterwerke der Filmmusik. Dreimal bekam Steiner für seine Kompositionen den Oscar, 24-mal wurde er nominiert. Der Film von Jacob Groll, der in den USA Zeitzeugen und Weggefährten Steiners traf und auch Zugang zu dessen Nachlass bekam, zeichnet ein persönliches Bild des „Vaters der Filmmusik“ und schlägt eine Brücke zu den heute erfolgreichen Filmkomponisten Hollywoods.

Die Sendungen der „matinee“, für die Lizenzrechte vorliegen, sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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