Stronach/Steinbichler: Regionale Landwirtschaft schont das Klima

Abkehr von „Raubtierkapitalismus“ in der Nahrungsmittelindustrie gefordert

Wien (OTS) - „Erneut zeigt sich, wie wichtig und dringend notwendig eine Rückkehr zur regionalen kleinbäuerlichen Landwirtschaft mit Nahrungsmitteln und Fleisch aus heimischer Produktion ist“, sieht Team Stronach Agrar- und Konsumentensprecher Leo Steinbichler seine Forderungen durch eine aktuelle schwedische Studie bestätigt. Diese besagt, dass eine Verringerung der EU-Klimaziele nur durch den teilweisen Verzicht auf Rindfleisch und Milchprodukte zu erreichen sei. Doch der Grund dafür sei laut Steinbichler nicht nur die Lebensmittelproduktion an sich, sondern „der tägliche Transportwahnsinn von Gütern um die ganze Welt; wenn z.B. Rindfleisch aus Argentinien oder Brasilien importiert wird, obwohl wir selbst bestes Rindfleisch aus heimischer Erzeugung haben“, kritisiert Steinbichler.

Dem nicht genug, habe Agrar- und Umweltminister Rupprechter mit seiner Exportoffensive diese Fehlentwicklung noch verschärft, mahnt Steinbichler, indem „wertvolle gesunde Lebensmittel aus österreichischer Produktion am Weltmarkt verscherbelt werden. Im Gegenzug werden 80 Prozent der in Österreich angebotenen „Bio“-Lebensmittel aus dem Ausland importiert. Dazu kommen mittlerweile auch Teigrohlinge aus China – alleine 282 Mio. Stück gehen nach Deutschland“, berichtet Steinbichler. Die heimischen Bäcker können bei der Billigkonkurrenz schon lange nicht mehr mithalten, macht der Abgeordnete aufmerksam.

„Der Raubtierkapitalismus mit Nahrungsmitteln muss ein Ende haben“, verlangt der Team Stronach Mandatar. Nicht nur werden durch die Transporte enorme Mengen an schädlichen Emissionen in die Luft geblasen, auch wird für die Profitsteigerung der Konzerne Raubbau am Menschen betrieben, indem die Bevölkerung in den Produktions- und Anbaugebieten u.a. in Asien, Afrika und Südamerika ausgebeutet wird. „Wir produzieren mit unserer Wirtschaftsweise die Wirtschaftsflüchtlinge von morgen“, mahnt Steinbichler. Auch, dass Düngemittel mittlerweile künstlich hergestellt werden und zur Entstehung von klimaschädlichen Gasen beitragen, „ist ein Problem, das hausgemacht ist“, erklärt Steinbichler, „in der natürlichen Kreislaufwirtschaft am Bauernhof werden Stallmist und Gülle zur Düngung verwendet.“

„Das österreichische Qualitätsgütesiegelgesetz ist die einzige Chance für die regionale Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung“, appelliert Steinbichler an den Landwirtschaftsminister, sich für den Beschluss des von den Regierungsparteien seit Jahren vertagten Gesetzesentwurfs einzusetzen. „Immer mehr Konsumenten wünschen sich regionale Produkte auf ihren Tellern, wollen aber auch die Garantie, dass, „wo Österreich drauf steht auch Österreich drinnen ist“, betont der Team Stronach Mandatar.

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