Wohlmuth: Pensionsantrittsalter-Ziel bereits erreicht – jetzt geht’s um die Beschäftigungsquoten bei Älteren

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichten Zahlen zur Lage der Beschäftigung Älterer zeigen einmal mehr, wo Handlungsbedarf besteht:
in der Wirtschaft bzw. am Arbeitsmarkt. Laut Beschäftigungsmonitoring des Sozialministeriums wurde bei den Männern im Vorjahr in der Gruppe der 55-59-Jährigen ein Wert von 71,8 Prozent erreicht, bei den 60-64-Jährigen einer von 28,9 Prozent. Im Regierungsprogramm sind die Ziele mit 74,6 bzw. 35,3 Prozent definiert. „Hier zeigt sich wo etwas getan werden muss! Deshalb muss der montägige Gipfel hauptsächlich ein Arbeitsmarkt-Gipfel sein“, erklärte Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth. ****

Auch bei weiblichen Arbeitnehmerinnen ist das Bild ähnlich: In der Gruppe der 55-59-Jährigen ist man mit 55,6 Prozent vom Ziel von 62,9 Prozent Beschäftigungsquote noch deutlich entfernt.
Der Pensionistenverband fordert daher eine radikale Umstellung der Arbeitswelt in Richtung „alternsgerecht“ durch:

• Wirksameres und früheres Bonus-Malus-System. Betriebe, die ältere Menschen beschäftigen oder aus der Langzeitarbeitslosigkeit herausholen, müssen stärker gefördert werden.

• Ausdehnung des Kündigungsschutzes. Ältere dürfen im Krankenstand nicht gekündigt werden.

• Gesetzliche Verankerung eines umfassenden Pensions- und Beschäftigungsmonitorings aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgrößen unter Einbeziehung des gesamten öffentlichen Sektors! Der Gesetzestext ist fertig!

• Gesund-Länger-Arbeiten-Paket zur weiteren Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters, mit gesunden Arbeitsplätzen und -bedingungen, einer verpflichtenden betrieblichen Gesundheitsvorsorge und einem Schwerpunktprogramm "Burn-Out-Vorsorge" durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen!

• Bonifikationen für Firmen, die es Frauen ermöglichen über das Regelpensionsalter (60 Jahre) hinaus zu arbeiten.

• Schulungs-Bonus 50+ als finanziellen Anreiz für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden!

• Schaffung einer Wertschöpfungsabgabe für die Finanzierung der Pensionen und des Sozialstaates. Faktor Arbeit muss entlastet, der Faktor Kapital stärker belastet werden. Investitionen bleiben unberührt.

• Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip mit Sozialkriterien für ALLE öffentlichen Aufträge. Firmen die Lehrlinge ausbilden und Ältere beschäftigen, dürfen keinen Wettbewerbsnachteil haben!

• Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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