FSG-Fetik: Sicherung der Pension geht Hand in Hand mit der Arbeitsmarktpolitik

Gefordert sind nachhaltige Maßnahmen, um Frauen länger im Beruf zu halten und ein klares Bekenntnis zum umlagegedeckten System

Wien (OTS) - „Wenn wir von der Zukunft und von der Sicherung der Pensionen sprechen, dann geht es primär um die Frage der Arbeitsmarktpolitik und um seine Auswirkungen auf Frauen, sowohl in ihrem Aktivleben als auch in ihrer Pension“, erklärt Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) im ÖGB. „Die meisten Frauen können sich aufgrund ihres niedrigen Einkommens keine Zusatzpension kaufen oder eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit leisten.“++++
Fetik zeigt sich erleichtert darüber, dass die ÖVP-Forderung nach einem Vorziehen des Frauenantrittsalters endlich vom Tisch ist:
„Offensichtlich haben die Verantwortlichen eingesehen, dass die Realisierung dieses Vorhabens am Widerstand von SPÖ und FSG scheitert.“ Es bleibe dabei, dass das Frauenpensionsalter wie vereinbart schrittweise ab dem Jahr 2024 angehoben wird. Vertrauen und Glaubwürdigkeit seien ganz wesentlich in der Diskussion um die Sicherung der Pensionen, so Fetik: „Vor allem ältere ArbeitnehmerInnen haben gewaltige Probleme, gesund in Beschäftigung zu bleiben oder eine neue Beschäftigung zu finden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Viele Frauen können heute schon kaum leben von ihrem unselbständigem Einkommen, vom Arbeitslosenbezug oder von ihrer Pension. Der Anstieg der oftmals unfreiwillig geleisteten Teilzeitarbeit wird die Situation weiter verschärfen.“
Die bisherigen Forderungen und Pläne der oftmals selbsternannten ExpertInnen seien offenbar auf dünnem Erfahrungsboden gereift, schließlich wissen wohl die wenigsten dieser sogenannten ExpertInnen aus eigener Erfahrung, was es bedeuten würde, über lange Zeit keinen neuen Arbeitsplatz finden zu können, von einem Teilzeitgehalt leben zu müssen, als Alleinerzieherin die Waschmaschinenreparatur nicht finanzieren zu können, sich den Schulschikurs der Kinder nicht leisten zu können oder als Pensionistin die Miete nicht mehr bezahlen zu können.
Daher fordert Fetik für den Pensionsgipfel am kommenden Montag eine faktenorientierte Auseinandersetzung: „Jede ernsthafte Analyse beweist, dass unser Pensionssystem auf soliden Beinen steht, weil die Reformen greifen. Es braucht keine Verunsicherung, sondern Investition in gut bezahlte Arbeitsplätze, die nicht krank machen, um vor allen Frauen einen längeren Verbleib im Beruf zu ermöglichen sowie ein klares Bekenntnis zum umlagegedeckten Pensionssystem. Das ist der wirksamste Beitrag, Pensionen nachhaltig zu sichern!“

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