Experten erörtern gemeinsamen Fahrplan für Ressourcenwende

Hochrangig besetzte Diskussionsveranstaltung im Parlament

Wien (OTS) - Das Ressourcen Forum Austria präsentiert heute, Dienstag, um 17 Uhr im Parlament in Wien "Meilensteine auf dem Weg in eine ressourcenschonende Zukunft". Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und einer Steigerung der Ressourceneffizienz werden unterschiedliche thematische Zugänge vorgestellt und gemeinsam diskutiert. (Anmerkung für die Medien: Mitarbeiter der Redaktionen sind zur Veranstaltung, die im Abgeordneten-Sprechzimmer stattfinden wird, herzlich eingeladen.)

Zrost: Effizienter Umgang mit Ressourcen ist wirtschaftlich

Rudolf Zrost, Präsident des Ressourcen Forums, sieht in der Verringerung des Ressourcenverbrauches keinen Widerspruch zu wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. "Rohstoffe sind heute ein wesentlicher Kostenfaktor in der Produktion. Effizienter und sorgsamer Umgang mit ihnen fördert den innovativen Unternehmergeist und ist damit nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich. Bei knappen Ressourcen und steigenden Rohstoffpreisen stellt Effizienz somit einen Wettbewerbsvorteil dar", argumentiert Zrost.

Plank: Konstruktiver Dialog ist wichtig

In dasselbe Horn stößt Josef Plank, designierter Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich und Vizepräsident der Initiative: "Um unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu sichern, brauchen wir einen intelligenten und nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und Lebensraum. Ressourceneffizienz, innovative Umwelttechnologien, aber auch nachhaltiger Konsum sind wesentliche Bausteine zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Das Ressourcen Forum Austria leistet durch den konstruktiven Dialog von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft einen wichtigen Beitrag, damit Österreich diese Bausteine stemmen kann."

Rupprechter: Ressourceneffizienz-Programm RESET2020

"Als Umweltminister ist mir ein sorgsamer Umgang mit unseren Lebensgrundlagen besonders wichtig", erklärt Ressortchef Andrä Rupprechter. "Ich habe deshalb das Ressourceneffizienz-Programm RESET2020 gestartet. Mit dieser Initiative möchten wir die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien vorantreiben und nachhaltigen Konsum fördern. Das Ressourcen Forum Austria bietet in diesem Sinne eine geeignete Plattform für Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Nur im gemeinsamen Dialog können wir eine Ressourcenwende erreichen und unsere Lebensqualität sichern", ist Rupprechter überzeugt.

Weinberger: Sorgloser Umgang mit Ressource Boden

"Täglich werden in Österreich 20 ha Boden verbaut. Als Naturkatastrophenversicherer machen wir schon seit Längerem auf diese besorgniserregende Entwicklung aufmerksam. Kein Land in Europa geht so sorglos mit Grund und Boden um wie Österreich. Es geht bei der Ressource Boden um die Zukunft. Wenn wir so weitermachen wie bisher, haben wir in unserem Land in 200 Jahren keine Böden und damit keine heimische Lebensmittelproduktion mehr. Zerstören wir nicht weiterhin die wertvollste Ressource Österreichs, nämlich unsere Böden. Wir verbauen sonst die Zukunft unserer Kinder", warnt Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung.

Mödlhammer: Ziel ist es, 60.000 Gebäude nachhaltig zu bewirtschaften

"Der effiziente und sparsame Umgang mit Ressourcen ist für jede Gemeinde eine Zukunftsfrage", zeigt sich der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Helmut Mödlhammer, überzeugt. "Am besten sind jene Ressourcen, die nie verbraucht werden müssen. Die Gemeinden haben hier eine wichtige Vorbildrolle. Mehr als 60.000 Gebäude stehen im Eigentum der Kommunen, wir setzen alle Kraft daran, diese Gebäude möglichst nachhaltig zu bewirtschaften", so Mödlhammer. Er sieht im Ressourcen Forum Austria eine wichtige Schnittstelle. "Dort fließt Wissen zusammen, dort sitzen die handelnden Akteure gemeinsam am Tisch und erarbeiten Lösungen", betont der Präsident.

Das Ressourcen Forum Austria wurde im Jahr 2013 als heimische Plattform für effiziente Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit gegründet. Eines der Ziele ist die stärkere Vernetzung von Wissenschaft, Praxis und Politik, um für die drängenden Fragen des Umgangs mit den vorhandenen Ressourcen intelligente und zukunftsfähige Lösungen zu finden. Das Besondere an dieser Initiative ist der Kreis der Mitglieder, der sich aus Wirtschaft, Industrie, Landwirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammensetzt. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Ressourcen Forum Austria
Nikolaus Lienbacher,
E-Mail: refora@lk-salzburg.at
Tel.-Nr. 0664/1909252

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001