5. Wiener Gemeinderat (4)

Ko-Förderung des Projektes Start Wien – das Jugend College

Wien (OTS/RK) - GRin Sabine Schwarz (ÖVP) kritisierte, dass das geplante College nicht so „neu“ sei, wie angepriesen und der Bericht im zuständigen Ausschuss mangelhaft gewesen sei. Weiters war sie der Meinung, dass beim Thema Bildung „viele Fragen offen“ seien; ihrer Meinung nach müsse „auf Familien“ gehört werden. Sie war der Ansicht, dass Kinderbetreuungseinrichtungen als erste Bildungseinrichtung wahrgenommen werden sollten. Für diese müsse es Mindeststandards geben. Sie brachte drei Anträge ein: Werteformel an Wiener Pflichtschulen, Kindergruppen und Beibehaltung der Noten in den Volksschulen.

GR David Ellensohn (Grüne) sagte, es sei eine „ideologische Frage“ wie man Bildung organisiere. Überzeugt zeigte er sich davon, dass alle Kinder vom gleichen Schulsystem profitieren sollten, unabhängig vom Einkommen der Eltern. In Richtung ÖVP sagte er, dass die Industriellenvereinigung wisse, dass die Wirtschaft möglichst viele gut ausgebildete Arbeitskräfte benötige. Abschließend sprach er vom Begriff Solidarität, „von allen, auf alle schauen“ sei grundlegend.

GR Michael Stumpf, BA (FPÖ) nannte die seiner Meinung nach drei wichtigsten Themen: Geld, Leistungsförderung und Deutsch als gemeinsame Sprache. Er kritisierte, dass Österreich in Studien und Rankings unter anderem von der OECD zurückfalle. Er verwehrte sich gegen die Abschaffung der Ziffern-Note und wollte die Leistungsbewertung beibehalten. Zudem sei für die Integration eine gemeinsame Sprache wichtig.

GRin Mag.a (FH) Tanja Wehsely (SPÖ) sagte, dass das Jugend College eine „gute Lösung“ für jene Flüchtlinge sei, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen würden. Zur Wertediskussion meinte sie, dass Kinder Werte durch „Vorleben lernen“ und durch „gemeinsames Tun“ lernen würden. Sie sprach sich gegen Hetze aus, es sei viel besser, sinnvolle Projekte, wie das Jugend College zu unterstützen. Die jungen Menschen würden es brauchen, um Austausch und Gemeinschaft zu lernen.

GRin Dr.in Gudrun Kugler (ÖVP) sprach sich für Wahlfreiheit und Einkommensunabhängigkeit aus. Sie zählte zwölf Punkte für gemeinsame Werte auf, unter anderem die Würde des Menschen und ein Instrumentalisierungsverbot. Abschließend betonte sie die „gemeinsame Verantwortung für die Schaffung einer gerechten Gesellschaft“. (Forts.) hie/lit

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