1593 Wiener zeigen ihr Gesicht für die Wende im Krankenkassensystem

Ärzte und Patienten fordern gemeinsam auf Mega-Plakat „Gesundheit ist mehr wert“ - Bereits 42.000 Unterschriften für Erhalt des Hausarztsystems

Wien (OTS) - „Gesundheit ist mehr wert“ beweist jetzt die in Österreich wohl einmalige Plakataktion der Wiener Ärztekammer auf der Linken Wienzeile: 1593 Wienerinnen und Wiener fordern seit heute, Montag, auf mehr als 200 Quadratmetern Plakatfläche die Wende im Krankenkassensystem und haben dafür auf www.gesundheitistmehrwert.at ihr Bild hochgeladen: „Gemeinsam mit der Wiener Bevölkerung setzen wir ab heute ein sichtbares Zeichen und nehmen für den so dringend benötigten Wandel im Gesundheitssystem eine ganze Plakatwand ein“, so Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. ****

Zu lange Wartezeiten, wenig Zeit für Patientengespräche und bürokratische Hürden – seit Start der Kampagne im April 2015 decken Wiens Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit ihren Patienten Missstände im Gesundheitswesen auf. „Die verantwortlichen Politiker müssen endlich die Wünsche der Patienten im Gesetzgebungsprozess berücksichtigen“, fordert Steinhart.

Mehr als 42.000 Unterstützer gegen PHC-Gesetz

Auch der Aufruf der Wiener Ärztekammer, die Petition „Für den Erhalt der Haus- und Vertrauensärzte“ zu unterzeichnen und sich dagegen auszusprechen, dass mit einem Primary Health Care-Gesetz anonyme Gesundheitsgroßinstitutionen geschaffen werden, stößt auf große Resonanz. „Bereits mehr als 42.000 Personen unterstützen unser Anliegen“, berichtet Steinhart. „Die Gesundheitspolitik schafft mit dem PHC-Gesetz anonyme Gesundheitsgroßinstitutionen, welche Schritt für Schritt die Hausärzte ersetzen sollen. Eine Zwei-Klassen-Medizin wird damit massiv verschärft. Das werden wir mit allen Mitteln verhindern.“

Die Ärztekammer fordert ein Hausarztsystem mit freier Arztwahl, um so die Beziehung zum persönlichen Vertrauensarzt sicherzustellen, Nähe zum Wohnort sowie den Erstkontakt immer mit einem Arzt. „Das bedeutet nicht, dass es keine neuen Versorgungsformen geben soll“, betont Steinhart und kündigt an: „Wir werden in Kürze Alternativmodelle präsentieren, die endlich eine Primärversorgung im Sinne der Patienten garantieren.“ (lsd)

(S E R V I C E - Bestellung von Informationsmaterial und Unterschriftenlisten in der Pressestelle der Ärztekammer für Wien, Tel.: 01/515 01-1223, E-Mail: pressestelle@aekwien.at. Die Petition kann auch online unter www.gesundheitistmehrwert.at unterzeichnet werden.)

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