Salzburg AG nimmt zweite Power-to-Heat-Anlage in Betrieb

Anlage spart jährlich rund 3.000 Tonnen CO2 ein

Salzburg (OTS) - Knapp ein Jahr nach Eröffnung der österreichweit ersten Power-to-Heat-Anlage mit Elektrodenkessel nimmt die Salzburg AG im Februar 2016 bereits die zweite Anlage in Betrieb. Kurzfristig überschüssiger Strom wird im Heizkraftwerk Nord als Wärme gespeichert und für die Fernwärmeversorgung Salzburgs genutzt. „Nach weniger als fünf Monaten Bauzeit haben wir die zweite Anlage mit einer Leistung von 15 Megawatt jetzt in Betrieb genommen. Damit wird ein Teil des für die Wärmeerzeugung verwendeten Erdgases ersetzt und Kohlendioxid eingespart“, sagt Leonhard Schitter; Vorstandssprecher der Salzburg AG und setzt fort: „Eine Power-to-Heat-Anlage spart jährlich rund 3.000 Tonnen CO2 ein, das entspricht dem CO2-Ausstoß von 1.500 Autos pro Jahr." Die Salzburg AG hat 3,3 Mio. Euro investiert.

Innovative Technologie speichert Energie als Wärme

Bei einer Power-to-Heat-Anlage handelt es sich um einen großen Durchlauferhitzer, in dem das Wasser mit Strom erwärmt wird. Diese Wärme wird dann über einen Wärmetauscher in das Fernwärmesystem übertragen. Die Leistungsregelung des Power-to-Heat-Kessels erfolgt durch das Variieren des Wasserstandes an den Heizelektroden. Durch das Heben oder Absenken eines Überlaufrohrs wird der Wasserspiegel bei den Elektroden und damit die Heizleistung stufenlos eingestellt. Dieser Wasserspiegel wird laufend entsprechend der Anforderung angepasst.

Effiziente Einbindung erneuerbarer Energie

Der Anteil an erneuerbaren Energien steigt immer weiter und stellt die Infrastruktur vor neue Herausforderungen. Die Produktion von Wind-und Sonnenstrom ist nicht steuerbar sondern wetterabhängig. Dies führt zeitweise zu Energieüberschuss. „Die Energiewende braucht neue Technologien, um situativen Überschuss an Wind- und Sonnenstrom effizient ins System zu integrieren“, sagt Leonhard Schitter und erklärt abschließend: „Die beiden Power-to-Heat-Anlagen der Salzburg AG sind im Regelenergiebetrieb eingesetzt, das bedeutet, sie nehmen nur dann Strom auf, wenn ein Überschuss vorliegt und tragen somit zur Systemstabilisierung bei."

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Salzburg AG, Pressesprecherin Mag. Daniela Kinz
Tel. 0662/8884 2800, pr@salzburg-ag.at

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