Apotheker: Geriatrie und Medikationsmanagement

Fortbildungstagung von 6. bis 10. März 2016 in Schladming

Wien (OTS) - Medikationsmanagement für ältere Menschen beschäftigt die Apothekerinnen und Apotheker in ihrer Arbeit an der Tara zusehends. Die steigende Zahl der einzunehmenden Medikamente führt immer wieder zu arzneimittelbezogenen Problemen, die eine rasche Lösung erfordern. Die Fortbildungswoche in Schladming ist in diesem Jahr daher auch dem Schwerpunkt „Geriatrie und Medikationsmanagement“ gewidmet.

Die Bewahrung der Lebensqualität und Funktionalität im Alter steht im Mittelpunkt einer modernen Therapie. „Um ein „aktives Altern“ – möglichst frei von körperlichen Beschwerden und Krankheiten – zu ermöglichen, ist es wichtig, die Herausforderungen des Alterungsprozesses zu kennen und in das Medikationsmanagement einfließen zu lassen,“ erklärt Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.
Im Rahmen der Fortbildungstagung widmen sich rund 700 Apothekerinnen und Apotheker dem Thema Geriatrie und den daraus resultierenden Herausforderungen in der Arzneimitteltherapie.

Fortbildungswoche von 6. bis 10. März in Schladming

Die Apothekerinnen und Apotheker beschäftigen sich von 6. bis 10. März 2016 mit sämtlichen Aspekten des Medikationsmanagements rund um die Versorgung älterer Menschen. Neben Intensivkursen wird die Thematik auch im Rahmen von Expertenvorträgen zu relevanten Krankheitsbildern wie Diabetes, Rheuma, Hypertonie, Osteoporose etc. erörtert. „Angesichts einer alternden Gesellschaft ist Medikationsmanagement in Zukunft eines der zentralen Themen in der Apotheke – dies macht der Schwerpunkt Geriatrie besonders deutlich“, erklärt Mag. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Um sich noch besser in die Lage betagter Patienten versetzen zu können, wird im Zuge des Kongresses eine "Alterssimulation" aufgebaut, bei der Apothekerinnen und Apotheker am eigenen Leib erleben können, wie es sich anfühlt, 30 Jahre älter zu sein.

Bereits 1000 Apotheker in Medikationsmanagement geschult

Schon der Start des Medikationsmanagements vor zwei Jahren in Schladming war ein voller Erfolg und stieß bei den Apothekern auf große Nachfrage. Ende letzten Jahres absolvierte bereits der 1.000 Apotheker den Medikationsmanagement-Kurs. Und das Interesse daran ist weiterhin ungebrochen: „Mit der diesjährigen Fortbildungswoche in Schladming startet die Österreichische Apothekerkammer die zweite Stufe der Fortbildungsreihe, die theoretisches Wissen mit klassischen Fallbeispielen verbindet“, erklärt Podroschko.

Medikamente im Griff - Neue Medikamententasche präsentiert

Das Ziel des Medikationsmanagements in Apotheken ist es, dass sich jeder Patient, der mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen muss, in der Apotheke beraten lässt. Die Apothekerinnen und Apotheker prüfen alle einzunehmenden Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, um festzustellen, ob die verschriebenen oder rezeptfrei eingenommenen Präparate unerwünschte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen entfalten, sich gegenseitig in ihrer Wirkung aufheben oder diese verstärken. Damit dieses Angebot besser genutzt wird, wurden eigene Taschen mit dem Motto „Medikamente im Griff“ entworfen, die der Patient mit seinen Arzneimitteln befüllen und zum Besprechungstermin Medikationsmanagement in die Apotheke mitbringen soll. In Schladming wird diese Medikamententasche „Medikamente im Griff“ das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten knapp 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.360 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

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