Smodics-Neumann an Stadt Wien: Faire Vergabe endlich umsetzen!

„Derzeitige Praxis extrem anfällig für Missbrauch, Ungleichbehandlung und Steuergeldverschwendung“

Wien (OTS) - Und täglich grüßt das Murmeltier“, kommentiert Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Wien, die zahlreichen Berichte rund um Vergaben der Stadt Wien. „Wir verhandeln seit Jahren mit der Stadt Wien über ein transparentes, faires und korruptionsunanfälliges Vergabewesen. Das Reden reicht nicht mehr, die Stadt muss sich endlich bewegen, denn so geht es nicht weiter. Unsere Unternehmer haben sich diese Ungleichbehandlung nicht verdient, die Stadt muss jetzt ihre Lösungsbereitschaft unter Beweis stellen!“

Die Sparte fordert seit Jahren Parteienstellung für die Interessensvertretung und die Möglichkeit als Wirtschaftskammer gegen Umgehungen des Vergaberechts vorgehen zu können. Diese Forderung vertrete man seit sieben Jahren. Smodics-Neumann begrüßt daher auch, „dass die NEOS in ihrer heutigen Aussendung diesen Punkt aus dem Forderungskatalog der WKW übernommen haben.“

Es gebe zahlreiche Missstände im derzeitigen Vergabewesen, die man leicht beheben könne. So schaffe zum Beispiel die Verrechnungspraxis große Probleme: „Bei Baustellen unter Beteiligung mehrerer Betriebe wird erst abgerechnet, wenn alle Unternehmen ihre Leistungen mängelfrei übergeben haben. Das bedeutet in der Realität, dass ein Unternehmer monate- oder jahrelang auf sein Geld warten muss, weil er direkt abhängig von der Leistungserbringung anderer Gewerke ist. Dies führt bei zahlreichen Betrieben auf direktem Weg in die Existenzgefährdung, damit muss Schluss sein. Daher fordern wir die rasche Umsetzung der Möglichkeit der Endabrechnung nach ordnungsgemäßer Fertigstellung der eigenen Leistung.“

Man fordere nichts Außergewöhnliches, so Smodics-Neumann abschließend: „Wir wollen ein faires, transparentes Vergaberecht, das mit der Ungleichbehandlung Schluss macht. Wir haben lange genug verhandelt, wir wollen jetzt Lösungen sehen, denn unsere Mitgliedsbetriebe haben es wirklich satt.“

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