NEOS: Regierung zementiert Schlechterstellung von Frauen für weitere acht Jahre ein

Loacker/Gamon: SPÖ-Frauenministerin verkennt, dass niedriges Pensionsantrittsalter den Frauen schadet

Wien (OTS) - „Die Regierung hat sich nun endgültig von der früheren Anhebung des Frauenpensionsalters verabschiedet. Damit zementieren sie die Schlechterstellung von Frauen für weitere acht Jahre ein. Schlimm daran ist, dass sie glauben den Frauen damit einen Gefallen zu tun“, kritisiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker die aktuellen Pläne der Regierung zur Pensionsreform. „Nun reitet auch SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek aus, um ihr Märchen zu Frauenpensionen abermals zu erzählen. Dabei liegt auf der Hand: das niedrigere Antrittsalter für Frauen ist kein Privileg, sondern eine weitere Benachteiligung“, erklärt Loacker. „Heinisch-Hosek kann keine Statistiken lesen. Die Behauptung, dass Frauen größtenteils aus Arbeitslosigkeit und Krankheit in Pension gingen, ist schlichtweg falsch, wie die Zahlen des Sozialministeriums belegen."

Auch NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon lehnt ein weiteres Hinauszögern der Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vehement ab: „Den Frauen werden damit weiter die wichtigsten Jahre auf dem Arbeitsmarkt genommen. Noch immer gehen Frauen mit 30 Versicherungsmonaten weniger in Pension als Männer. Gerade dadurch ergibt sich, dass Frauen in die Altersarmut schlittern“, macht Gamon auf die strukturelle Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt aufmerksam und erläutert weiter: „Gerade das frühere Antrittsalter für Frauen sorgt dafür, dass Frauen bereits früher keine Beförderung mehr erhalten als ihre männlichen Kollegen. Zusätzlich werden Frauen schon früher von Weiterbildungen ausgeschlossen. Das wirkt sich nicht nur auf die Aufstiegschancen von Frauen aus, sondern auch auf die Höhe der Pension.“

Dass Heinisch-Hosek schließlich insgesamt keinen Anlass für große Reformen bei dem Pensionsgipfel am 29. Februar sieht, kritisieren Loacker und Gamon vehement: „Die Ministerin verkennt, dass dieses schrottreife System von Jahr zu Jahr mehr Steuergeld verschlingt. Dass die Bundesregierung ihre Augen vor der Realität verschließt, ist den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber unverantwortlich. Nur mit echten Reformen können wir vermeiden, dass unsere Zukunft ein Fall für den Schrottplatz wird. Dazu gehört die Abschaffung von überkommenen Privilegien und Luxuspensionen genauso wie ein transparenter Pensionsautomatismus.“

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