Kulinarischer Klimaschutz

Kampagne SMERGY mit Tipps zu klimafreundlicher Ernährung

Wien (OTS) - In Österreich, wie auch auf globaler Ebene, zählt Nahrungsmittelkonsum mit berechneten 20 bis 23 % der konsumbedingten Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Treibern des Klimawandels. Dass wichtige Entscheidungen zum Klimaschutz nicht nur auf der großen Bühne der Politik, sondern tagtäglich an jedem Küchentisch oder auch beim Essen gehen gefällt werden, zeigt das neue Themendossier „Klimafreundliche Ernährung“ der Energiesparkampagne SMERGY auf www.smergy.at. Produktion, Transport, Verarbeitung und Zubereitung von Nahrungsmitteln haben einen großen Einfluss auf das Klima. Laut einer Studie vom WWF (Ernährungsstudie, 2015) verursacht der Nahrungsmittelkonsum pro Person in Österreich mehr als 2.500 kg CO2-Äquivalente pro Jahr an direkten Emissionen.
Die von der Europäischen Kommission geförderte Kampagne SMERGY präsentiert Tipps, wie jede/r beim Einkaufen und Kochen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Tipps für eine klimafreundliche Ernährung

1. Klasse statt Masse

Grundsätzlich gilt, dass weniger Fleisch gut für das Klima, aber auch für die Gesundheit ist. Auch der Verbrauch von Milch, Eiern und Butter kann durch gute vegane Alternativen reduziert werden. Am besten ist, gleich zu Lebensmitteln in Bio-Qualität greifen, denn sie haben meist eine bessere Klimabilanz als konventionell produzierte Lebensmittel.

2. Saisonales Obst und Gemüse kaufen

Die Saison spielt beim Einkauf eine wichtige Rolle. Regionale Lebensmittel sind allerdings erst dann wirklich klimafreundlicher als importierte Waren, wenn sie während der üblichen Erntezeit gekauft werden. Als hilfreicher Wegweiser im Supermarkt dient ein Saisonkalender. Dieser verrät, wann welches Obst und Gemüse gerade Saison hat und eben nicht aus dem beheizten Gewächshaus kommt.

3. Lebensmittel von regionalen Erzeugern kaufen

Die meisten Lebensmittel in Europa werden mit dem LKW transportiert. Regionale Lebensmittel legen kürzere Wege zurück als importierte Waren und vermeiden dadurch Treibhausgase. Das gilt jedoch nur dann uneingeschränkt, wenn die regionalen Lebensmittel während der Saison gekauft werden und die Transportmittel der Produzenten voll beladen sind.

4. Aufs Auto verzichten und zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen gehen

Das Transportmittel zum Supermarkt und von dort wieder nach Hause spielt eine große Rolle bei der Klimabilanz von Lebensmitteln. Bis zu 50 % der Lebensmittel-Transportemissionen entstehen auf dem Weg zum Einkauf. Am klimafreundlichsten ist der Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Gut schneiden aber auch öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn ab. Wer nur sehr schlecht auf das Auto verzichten kann, sollte versuchen, so wenige Einkaufsfahrten wie möglich zu unternehmen.

5. Energieeffiziente Haushaltsgeräte sparen Geld und Strom

Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr und ist damit einer der größten Stromfresser unter den Haushaltsgeräten. Mit dem Kauf eines A+++-Gerätes kann viel Strom und bares Geld gespart werden. Bei der Spülmaschine ist es wichtig, das Sparprogramm zu nutzen. In diesem Programm wird das Wasser weniger stark erhitzt und auf den Vorspülgang verzichtet. Das Geschirr wird in der Regel trotzdem sauber. Immer darauf achten, die Spülmaschine nur voll beladen an zu schalten.

Es sind oft nur kleine Veränderungen im eignen Einkaufs- und Ernährungsverhalten nötig, um die persönliche Klimabilanz zu verbessern. Jenny Blekker, Mitautorin von „Das Klimakochbuch:
Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen“ hat SMERGY ihre besten Tipps für eine klimafreundliche Ernährung verraten und gleich noch drei Rezepte aus dem Klimakochbuch zur Verfügung gestellt.

Über SMERGY

SMERGY ist eine Kampagne für junge Erwachsene. SMERGY wird in Österreich von der Österreichischen Energieagentur umgesetzt. Darüber hinaus wird die Kampagne von Partnern wie klimaaktiv, myEcoNavigator, Ökosoziales Studierendenforum, Österreichische Alpenvereinsjugend, Österreichische HochschülerInnenschaft und UNIMAG GmbH unterstützt. Als reichweitenstarke Medienpartner agieren die Fernsehsender VIVA und MTV. Die Kampagne wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programmes „Intelligent Energy Europe“ (IEE) gefördert und in sieben europäischen Ländern umgesetzt. Dazu zählen: Deutschland, Belgien, Niederlande, Dänemark, Frankreich, Österreich und Schweden.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency:

Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme, führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Bauen & Sanieren, Energiesparen, Erneuerbare Energie und Mobilität. Die Energieagentur ist die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle. Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter www.energyagency.at.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Laura Fanschek, BA
Tel.: +43 (0)1-586 15 24-134
E-Mail: laura.fanschek@energyagency.at
Web: www.energyagency.at

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