ÖGB-Anderl zu Frauenpensionsalter: „Hoffentlich nicht nur wahlkampftaktische Überlegungen.“

Vorziehen des Bonus-Malus-System würde für mehr Beschäftigung Älterer sorgen

Wien (OTS) - „Es freut mich sehr, dass die ÖVP von ihrer Position, das Frauenpensionsantrittsalter vorzeitig anzuheben, abgerückt ist. Worten müssen aber auch Taten folgen: "Wir hoffen, dass es sich beim Umschwung der ÖVP, nicht nur um wahlkampftaktische Überlegungen handelt und wollen uns darauf verlassen können, dass wir nicht in wenigen Monaten die gleiche Diskussion führen müssen“, betont Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, in einer ersten Reaktion auf das Einlenken der ÖVP.

„Die ÖGB-Frauen haben immer auf die schwierige Situation der Frauen am Arbeitsmarkt hingewiesen und davor gewarnt, diese mit einer rascheren Anhebung des Frauenpensionsalters noch zu verschärfen. Bereits jetzt ist es für viele ältere Arbeitnehmerinnen, die ihren Job verloren haben, fast unmöglich einen neuen zu finden. Von den Frauen, die in Pension gehen, tun das fast 30 Prozent aus der Arbeitslosigkeit heraus“, erklärt Anderl.

„Arbeitnehmerinnen haben bei allen vergangenen Pensionsreformen ihren Preis gezahlt, nun ist es an der Zeit, dass auch die Wirtschaft ihren Beitrag leistet, damit Menschen länger gesund und arbeitsfähig bleiben. Das für 2018 geplante Bonus-Malus-System für die Beschäftigung Älterer vorzuziehen, wäre da eine sehr geeignete Maßnahmen“, so Anderl abschließend.

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