Renner: Diskussion um Abschaffung des Bargelds entbehrlich

Zwangsbeglückung mit Plastikgeld würde die KonsumentInnen nur belasten und Zahlungen verteuern

St. Pölten (OTS) - Als „entbehrlich und völlig an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Realität vorbei agierend“ bezeichnet Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner die jüngst aufgekeimte Diskussion um die Abschaffung von Bargeld. „Münzen und Geldscheine bilden eine wichtige Säule im alltäglichen Zahlungsverkehr. In vielen Geschäften, auf Märkten, aber auch in vielen Gewerbebetrieben ist Bargeld unverzichtbares Zahlungsmittel. Viele Menschen haben auch lieber Bargeld in der Tasche anstatt eine Karte, bei der man doch leichter die Übersicht über seine Geldmittel verlieren kann. Bargeld zu haben ist ein gesellschaftliches Recht und dieses sollte nicht leichtfertig durch die Zwangsbeglückung mit Plastikkarten außer Kraft gesetzt werden“, so Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner zur jüngsten Debatte um die Abschaffung von Bargeld.

„Auch wenn in vielen Bereichen der bargeldlose elektronische Zahlungsverkehr durchaus Zuwächse verzeichnen kann, werden in Österreich rund zwei Drittel aller Zahlungen des täglichen Lebens mit Bargeld getätigt. Rund ein Drittel der Bevölkerung zahlt nie mit Bankomatkarte, auch Kreditkarten sind nicht so verbreitet wie vielleicht angenommen. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass Zahlungen über Bankomat- oder Kreditkarten das persönliche Einkaufsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur dokumentieren, sondern auch, wenn dies ein Hintergedanke sein könnte, kontrollierbar machen. Das widerspricht klar meinem Empfinden für Selbstbestimmung und Datenschutz“, so Renner, die auch im Zuge der Diskussion um die Abschaffung von Kleinmünzen zur Vorsicht mahnt: „Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass es im Zuge der Abschaffung von Kleinmünzen und damit verbundener ‚Preisrundungen‘ eher zu Aufrundungen und damit zu Verteuerungen für die Konsumentinnen und Konsumenten kommt als zu Verbilligung von Produkten. Eine schleichende Teuerung ist hier wohl das Letzte, was die Menschen wollen.“
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