GPA-djp-Katzian: „Öffentliche Investitionen statt restriktiver Sparpolitik.“

OECD-Studie belegt dringenden Handlungsbedarf – Kritik an Zurückhaltung bei öffentlichen Investitionen

Wien (OTS) - Der Interim Economic Outlook, eine aktuelle Studie der OECD, sagt der Weltwirtschaft für 2016 ein Wachstum von drei Prozent voraus, für das Jahr 2017 sogar 3,5 Prozent. Das stelle das langsamste Wirtschaftswachstum der vergangenen fünf Jahre dar, was in einer Phase der Erholung nach einer Wirtschaftskrise bedenklich stimmen müsse, kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier):
„Die Empfehlung der EU an die OECD, durch strukturelle Maßnahmen eine Steigerung von Investitionen und Produktivität zu erzielen, bedeutet natürlich eine Kritik an der Zurückhaltung bei öffentlichen Investitionen.“

Es sei beachtlich, dass die OECD zu diesen Ergebnissen komme und den Juncker-Investitionsplan als enttäuschend bewertet, so Katzian weiter: „Als Gewerkschaft kritisieren wir bereits seit Jahren die europäische Sparpolitik und ihre Auswirkungen. Bei über 23 Millionen Arbeitslosen in Europa braucht es eine konsequente Beschäftigungspolitik – und dafür muss auch investiert werden.“

„Wenn Wertschöpfung und Produktivität steigen sollen, müssen die Kriterien des Stabilitätspaktes gelockert werden. Wir fordern eine goldene Investitionsregel, die es der öffentlichen Hand ermöglicht, für nachhaltige Investitionen Schulden aufzunehmen. Es ist wichtiger, heute Arbeitsplätze zu schaffen, heute unseren Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen, heute leistbare Wohnungen zu bauen und heute den öffentlichen Verkehr auszubauen. Davon werden die Menschen wie auch die Wirtschaft nachhaltig profitieren“, bekräftigt Katzian die OECD-Empfehlung einer Politik des kurzfristigen Nutzens und des langfristigen Wachstums.

„Wir werden uns weiterhin mit unseren PartnerInnen auf nationaler und europäischer Ebene dafür einsetzen, dass Investitionen der öffentlichen Hand in die Zukunft der Gesellschaft aus den strengen Fiskalregeln ausgenommen werden. Unsere Forderung wird durch diese jüngste OECD-Studie nur bestärkt“, schließt Katzian.

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