Wimmer zu OMV: „Strategische Infrastruktur muss in öffentlicher Hand bleiben!“

Industriesprecher ablehnend gegenüber Teilverkauf der Gas Connect Austria

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der heutigen Präsentation der neuen Unternehmensstrategie durch den OMV-Vorstand warnt SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer vor „Schnellschüssen“: „Dass man auf die schwierige Situation durch niedrige Öl- und Gaspreise reagieren muss, ist klar. Daher ist der Rückzug aus Nicht-Kernbereichen wie beispielsweise der geplante Verkauf der Türkei-Tochter Petrol Ofisi nachvollziehbar.“ Das gilt jedoch nicht für den Teilverkauf der Gas Connect Austria: „Abseits der Tatsache, dass es sich um einen verlässlichen Gewinnbringer handelt, geht es hier um strategisch wichtige Infrastruktur, daher muss für uns die volkswirtschaftliche und langfristige Perspektive im Vordergrund stehen“, erklärt Wimmer und fordert: „Das Gasleitungsnetz muss in öffentlicher Hand bleiben!“ ****

Die Republik ist größter Einzelaktionär der OMV, und das aus vielen guten Gründen. Daher muss das öffentliche Interesse im Hinblick auf den Wirtschafs- und Industriestandort Österreich entsprechendes Gewicht haben.

„Wenn der Anschein stimmt, dass der Teilverkauf der Gas Connect Austria der geplanten Dividendenpolitik der OMV geschuldet ist, dann ist der Finanzminister in seiner Rolle als OMV-Eigentümervertreter der Republik aufgefordert, lieber auf Dividendeneinnahmen zu verzichten, als strategisch wichtige Infrastruktur aus der Hand zu geben“, fordert Wimmer.

Details zum geplanten Asset-Swap zwischen OMV und Gazprom bleiben leider weiterhin offen. (Schluss) kg/mo

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