Stronach/Lugar: Klares Nein zur Abschaffung der Sonderschulen

Beibehaltung ist Menschenrecht für betroffene Kinder und deren Eltern

Wien (OTS) - „Wir haben ein System, das funktioniert und bei dem man optimal auf betroffene Kinder eingehen kann“, erklärte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar im Rahmen einer Pressekonferenz und warnte davor, Sonderschulen abzuschaffen. „Sonderschulen gehören erhalten, das ist für Kinder mit Förderbedarf eine Chance“, mahnte Lugar. Nur dort könne man optimal auf diese Kinder eingehen.

„Dass die Bildungsministerin mutwillig aus ideologischen Gründen ein funktionierendes System zerstören will, ist grob fahrlässig. Dass sie aber nicht einmal eine Lösung anbietet, wie es besser funktionieren könnte, bestärkt uns in unserer Forderung zu einem klaren Nein zur Abschaffung der Sonderschulen“, stellte der Team Stronach Klubobmann klar und kündigte entsprechende Anträge im Unterrichtsausschuss und im Plenum an.

Stellvertretend für die Eltern von über 14.000 Schülern, die eine Sonderschule in Österreich besuchen, erzählte die Klagenfurterin Michaela Kühr – Mutter eines 11-jährigen Sohnes mit geistiger Beeinträchtigung - über die derzeit gepflegte Praxis in Kärnten, Sonderschulklassen an Regelschulen anzuhängen. „Das ist für mich ein Rückschritt. Wo sind da Sicherheit und Förderung für mein Kind?“, so Kühr. Derzeit sei ihr Sohn in der Sonderschule Gutenberg in Klagenfurt auf jeden Fall besser aufgehoben.

Auch Barbara Kokanig aus Magdalensberg, Mutter eines 16-jährigen Autisten empörte sich über die Pläne, Sonderschulen abzuschaffen. „Die geplante Inklusion ist für mich nichts Anderes als Sozialromantik. Wenn die Sonderschulen abgeschafft werden, können wir nirgends mehr hin mit unseren Kindern.“ Im Endeffekt wäre Inklusion eine Geisteshaltung, aber „unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen für eine Gesellschaft, die nicht bereit ist für Inklusion“, kritisierte Kokanig.

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