NEOS: Mit der Bildungsreform muss endlich die Volksschule in den Fokus kommen

Matthias Strolz: "Die Ministerin ist nach drei Monaten noch immer säumig - Nägel mit Köpfen statt Ankündigungspolitik ist gefragt"

Wien (OTS) - „Die angekündigte Bildungsreform müssen wir zur Aufwertung der Volksschule nutzen“, fordert NEOS-Bildungssprecher Matthias Strolz. Die Bildungsministerin sei gefordert, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. „Drei Monate nach der Ankündigung der 'fast geilen' Reform (Zitat Staatssekretär Mahrer) ist nichts Konkretes am Tisch. Die Regierungsparteien versinken wieder in ihrem ritualisierten Streit.“

Es gehe darum, endlich die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen und nicht macht- und parteipolitische Überlegungen. Wenn ein Fünftel der 15-Jährigen in Österreich nicht ordentlich sinnerfassend lesen kann, dann ist davon auszugehen, dass sie es mit zehn Jahren auch nicht konnten. „Es muss endlich die Elementarpädagogik und die Volksschule stärker in den Fokus kommen. Was wir dort versäumen, können wir später kaum mehr aufholen. Die Bildungsreform, die bis Juli des Jahres durchs Parlament soll, müssen wir für eine Aufwertung der Elementarpädagogik und der Volksschule nutzen. Doch leider ist die Bildungsministerin weiterhin säumig. So dilettantisch die Vorbereitungen der Bildungsreform bis 17. November des letzten Jahres waren, so dilettantisch verliefen auch die drei Monate im Anschluss. Auch im heutigen Unterrichtsausschuss kommen von der Bildungsministerin keine klaren Ansagen - weder inhaltlich noch bezüglich des Arbeitsprozesses für die nächsten Monate“, erklärt Strolz.

Der aktuelle Vorschlag bezüglich der Abschaffung der verpflichtenden Ziffernoten in den ersten drei Volksschulklassen wird von NEOS begrüßt. „Es ist höchst an der Zeit, dass wir aus den hunderten Schulversuchen herauskommen und die Notengebung endlich in die Autonomie transferieren. Alternative Feedbacksysteme haben sich hundertfach bewährt. Gleiches gilt aber auch für die Möglichkeit eines jahrgangsübergreifenden Unterrichts - dieser muss endlich vollkommen freigegeben werden. Ebenso die Möglichkeit für Mehrstufenklassen für die ersten vier Schuljahre. Diese Entscheidungen sind vom Schulstandort selbst zu treffen“, so Strolz abschließend.

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