Neugestaltung Schwedenplatz: Starkes Zeichen für BürgerInnenbeteiligung

Über 3.000 Menschen haben Beteiligungsmöglichkeit genutzt

Wien (OTS) - Das Beteiligungsverfahren zur Neugestaltung des Schwedenplatzes fand großen Anklang sowohl vor Ort in der Dialogbox (2.300 BesucherInnen), als auch via Internet (mehr als 700 Postings). Wobei von einer Vielzahl an Personen explizit die Weiterführung des aufgenommenen Dialogprozesses hinsichtlich der Neugestaltung des Schwedenplatzes gewünscht wird.

„Dass mehr als 3.000 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit genutzt haben den neuen Schwedenplatz mitzugestalten, zeigt das hohe Interesse an diesem zentralen Ort der Stadt und den großen Wunsch der Bevölkerung nach Beteiligungsmöglichkeiten. Die hohe Qualität der Auseinandersetzung mit den vorgestellten Projekten erfreut mich besonders. Alle Beiträge werden der Jury vorgelegt und fließen so in die Entscheidung ein. Das Ergebnis wird der Öffentlichkeit ausführlich präsentiert“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

"Vielen Dank für mehr als 3.000 Kommentare, Anliegen und Wünsche für die Neugestaltung des Schwedenplatzes. Diese hohe Beteiligung ist klarer Beweis dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner bei den Fragen, die sie selbst betreffen, mitreden wollen. Die Wünsche und Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner sind daher für mich Verpflichtung und Auftrag und sie müssen auch die Grundlage für die Empfehlungen an die sechs zur Weiterbearbeitung eingeladenen Wettbewerbsteilnehmer darstellen", betont Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl.

Die erste Zusammenfassung der BürgerInnenwünsche erfolgte durch den externen Verfahrensorganisator. Von einer Mehrzahl an BürgerInnen wird eine parkartige Gestaltung des Bereichs westlich der Rotenturmstraße (Morzinplatz) gewünscht. Insbesondere wurde dabei auf das Bedürfnis nach Schatten und der Minderung sommerlicher Überhitzungseffekte hingewiesen sowie eine verbesserte akustische Abschirmung des Platzraums gegenüber dem tangierenden Verkehrsraum urgiert. Demgemäß fanden von den zur Diskussion gestellten Wettbewerbszwischenergebnissen insbesondere jene Projektansätze breiten Anklang, die versuchen, über einen hohen Grünflächenanteil diesem Anspruch gerecht zu werden.

Insbesondere wurde von den unmittelbaren AnrainerInnen in diesem Zusammenhang der Wunsch nach einem möglichst „ruhigen“ und „grünen Schwedenplatz“ angesprochen. Urbane Platzlösungen mit einem hohen Anteil befestigter Flächen wurden mehrheitlich abgelehnt. Jene Projektbeiträge, die den „Schwedenplatz Neu“ als vielfältig bespielbare urbane Bühne auffassen und großzügige befestigte Platzlösungen ohne strukturierende Grünflächen vorsehen, wurden in diesem Sinn diesbezüglich mehrheitlich kritisch gesehen.
Breite Zustimmung fanden die geplanten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen (Vier Geradeaus-Spuren des Franz-Josefs-Kais, Verschwenkung der Straßenbahngleise im Bereich des Morzinplatzes Richtung Straßenband, Ausbau der Fuß- und Radwege), die als Rahmenbedingung bei allen sechs präsentierten Wettbewerbszwischenergebnissen Berücksichtigung fanden. Gewürdigt wurden dabei die dargelegten Möglichkeiten, den Platzraum im Bereich Morzinplatz wesentlich zu erweitern und auch die Ein- und Ausstiegsstellen der TouristInnenbusse neu zu ordnen.

Die Verlegung der Haltestelle des Flughafenbusses Richtung U-Bahn-Station Schwedenplatz und die Schaffung eines würdigen Gedenkortes vor dem Leopold-Figl-Hof wurde nahezu durchwegs positiv gesehen. Im Rahmen der Gespräche in der Dialogbox wurden diesbezüglich auch konkrete Gestaltungsideen und –wünsche angesprochen sowie auch für die übrigen Bereiche des Schwedenplatzes sich zahlreiche BürgerInnen als tatsächliche „Experten“ erwiesen und auf Basis ihrer Beobachtungen bzw. Kenntnisse des Ortes konkrete Planungsempfehlungen beisteuerten.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur verbesserten Erreichbarkeit des rechten Donaukanalufers werden unterschiedlich beurteilt, wobei die optionalen Steg- bzw. Rampenanlagen vielfach Gefallen fanden, andererseits aber auch zu kontroversiellen Debatten führten. Weitestgehender Konsens herrschte hinsichtlich des Ziels der Reduktion bzw. jedenfalls Neuordnung der Kioske im Zentralbereich des Schwedenplatzes. Das Ausbilden einer großzügigen Flanierzone wie auch attraktiver Aufenthaltsbereiche im Nahbereich der U-Bahn-Station wurden vielfach gefordert sowie auch die in den einzelnen Wettbewerbsbeiträgen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Neuordnung der Übergangsbereiche über die Straßenbahngleise wie auch die angedachten Überdachungen der Haltestellenbereiche großteils begrüßt wurden. Auch die in einzelnen Gestaltungsvorschlägen vorgesehenen Überdachungen der Straßenbahnhaltestellen fanden grundsätzlich Gefallen.

Zu besonders angeregten Diskussionen führte der Vorschlag hinsichtlich der Errichtung eines innovativen, durch horizontale Stege erschlossenen vertikalen Gartens als unverwechselbares Signet des Neuen Schwedenplatzes.

Weitere Vorgangsweise

Alle Diskussionsbeiträge werden dokumentiert und der Jury vorgelegt. Ergänzt durch deren Expertise werden in Folge die Empfehlungen aus dem BürgerInnenbeteiligungsverfahren an die sechs PlanerInnenteams weitergeleitet, die dazu aufgefordert werden, ihre Gestaltungsvorschläge darauf aufbauend zu überarbeitet bzw. weiter zu präzisieren. Dabei ist auch aufzuzeigen, welche Gestaltungsmaßnahmen vorab ohne der beabsichtigten Umlegung der Straßenbahngleise in einer ersten Realisierungsphase umzusetzen sind. Ende Mai wird das Preisgericht aus den überarbeiteten sechs Wettbewerbsbeiträgen jenen Gestaltungsvorschlag auswählen, auf dessen Basis mit den konkreten Planungsarbeiten zur Umgestaltung des Schwedenplatzes begonnen werden soll.

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