„Große Freiheit“ Fahrrad fahren

Veränderungen zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sind gefordert

Wien (OTS) - In Österreich werden jährlich ca. 400.000 Fahrräder verkauft. Ungefähr 10 % davon sind Elektrofahrräder. Bis zu einer Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h sind Elektrofahrräder keine Kraftfahrzeuge und benötigen keine Typgenehmigung, kein Kennzeichen und auch keine Versicherung. Es gilt die Straßenverkehrsordnung für Fahrräder was bedeutet, dass der Lenker eines Fahrrades mindestens zwölf Jahre alt sein muss und das Fahrrad der Größe des Benutzers entspricht. Eine Helmpflicht ist im Gesetz nicht vorgesehen. Der Aufprall eines Fahrrades mit 25 km/h auf ein Hindernis entspricht einem Sturz aus 2,5m Höhe. Im Vergleich dazu entspricht der Aufprall mit einem Moped mit 45 km/h einem Sturz aus ca. 9 m Höhe. In beiden Fällen sind schwere Verletzungen, eventuell sogar mit Todesfolge, vorgezeichnet. Bei Mopeds mit einer Bauartgeschwindigkeit von 45 km/h gilt eine Altersgrenze von 15 Jahren, Helmpflicht für Fahrer und Mitfahrer, mitführen von Verbandszeug und „Pickerl“ gem. § 57a KFG. Alarmierend erscheinen folgende Zahlen: 2014 gab es in Österreich bei 4.487 Moped-Unfällen mit Personenschaden 13 Todesopfer und 45 Todesopfer bei 6.654 Unfällen mit Personenschaden bei Fahrrädern.

KommR Friedrich Nagl, Bundesinnung Fahrzeugtechnik: „Die wachsende Zahl an Fahrrädern und der weitere Ausbau des Fahrradverkehrs im urbanen Bereich fordert ein rasches Umdenken der Politik. Eine Annäherung der Vorschriften für Fahrräder an die Bestimmungen für Mopeds wie zum Beispiel Kennzeichen- und Versicherungspflicht, sollten dringend, zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, in die Überlegungen einfließen“.

Rückfragen & Kontakt:

KommR Friedrich Nagl
Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik
Tel.: 0676 40051 33

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ROK0002