• 17.02.2016, 12:06:42
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WKÖ-Gleitsmann: Beim Pensionssystem bei den Fakten bleiben und nicht Selbständige schlechtreden

Selbständige gehen um 2,3 Jahre später in Pension als Arbeitnehmer

Utl.: Selbständige gehen um 2,3 Jahre später in Pension als
Arbeitnehmer =

Wien (OTS) - „In Abwehr einer Pensionsreform schlägt man offenbar um
sich, statt sich mit den Fakten zu befassen“, kommentiert Martin
Gleitsmann die Behauptung, die Pensionen der Selbständigen müssten
vom Bund viel stärker subventioniert werden als jene der
Arbeitnehmer. Tatsächlich bestehen Unterschiede beim Deckungsgrad,
die sich aber ganz klar mit Wanderversicherungsverlusten erklären
lassen: Die meisten Selbständigen waren früher Arbeitnehmer und haben
als solche Beiträge einbezahlt. Sie gehen aber als Selbständige in
Pension. Die SVA bezahlt daher die gesamte Pension, ohne dass sie
jemals die Beiträge erhält, die der Selbständige als Arbeitnehmer
bezahlt hat. Ohne diese Wanderversicherungsverluste wäre der
Deckungsgrad bei Selbständigen auf dem selben Niveau wie bei den
Arbeitnehmern. Selbständige gingen 2014 im Schnitt um 2,3 Jahre
später in Pension als Unselbständige.

„Dass man das Pensionssystem ansonsten gern schönfärbt, ist auch
daran erkennbar, dass man entweder ganz kurzfristig rechnet oder
gleich auf das Jahr 2060 springt. Die Zeit von 2020 bis 2035, in der
die Baby-Boomer in Pension gehen und das System gefährlich belastet
wird, wird völlig ausgeblendet“, warnt Gleitsmann. (PWK099/RH)

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