Startschuss für Projekt-Paket der österreichischen Verwaltung und Internetwirtschaft

Kompetenzzentrum Internetgesellschaft legt dritten Prioritätenkatalog vor

Wien (OTS) - Mit 16. Februar 2016 hat das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft (KIG) der Bundesregierung den dritten Prioritätenkatalog mit 21 neuen Projekten aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vorgelegt. Das im Jahr 2010 gegründete KIG treibt damit gemeinsam mit der Internetoffensive Österreich (IOÖ) die Entwicklung Österreichs im Bereich der IKT im Sinne einer Nutzung des großen Wachstumspotenzials des digitalen Sektors weiter voran, so wie dies im Regierungsübereinkommen vorgesehen ist.
"Das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft hat auch im aktuellen Prioritätenkatalog wieder gute konkrete Umsetzungsprojekte aufgelistet. Diese Maßnahmen und Projekte werden wir in die Digital Roadmap einfließen lassen", betont Digitalstaatssekretärin Sonja Steßl.

Die 21 neuen Maßnahmen umfassen mehrere aktuelle Themenfelder, wie Big Data, Industrie 4.0 und Bildungsmaßnahmen im IKT-Bereich. Die Projekte wurden auf Initiative von Verwaltungseinheiten sowie Wissenschaft und Wirtschaft, vertreten durch die Internetoffensive Österreich, eingebracht und bilden damit die Schwerpunkte der im Jahr 2013 beschlossenen "Eckpunkte für eine IKT-Strategie für Österreich" ab.

Im Vordergrund stehen dabei Maßnahmen, die die öffentliche Hand gemeinsam mit der Wirtschaft realisieren kann und von denen beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. Dazu hat einerseits die IOÖ mit ihren Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft in mehreren Arbeitskreisen Vorschläge für Projekte erarbeitet. Andererseits haben auch verschiedene Ministerien Maßnahmen, etwa für eine effizientere Verwaltung durch die Verwendung von IKT, entwickelt und in den Prioritätenkatalog eingebracht. Die Konzentration auf konkret umsetzbare Projekte führt dazu, dass im Zuge der Maßnahmen gemeinsame Aktivitäten gesetzt werden, damit Österreich im IKT-Bereich im internationalen Vergleich noch wettbewerbsfähiger wird.

Ein wichtiger Bezugspunkt des Prioritätenkatalogs ist deshalb auch der Networked Readiness Index, eine Maßzahl für die Fortschrittlichkeit eines Landes im IKT-Sektor. Zwar hat Österreich im Jahr 2015 in diesem Index zwei Plätze – von 22 auf 20 – gut gemacht, allerdings liegt es immer noch deutlich hinter den Spitzenreitern Schweden und Singapur und damit im Mittelfeld der Industrienationen. "Wenn wir zur Spitzengruppe aufrücken und zu den führenden Industrienationen in diesem Bereich gehören wollen, werden nationale Strategien und signifikante Anstrengungen erforderlich sein. Diese werden aber nur im bestmöglichen Einvernehmen mit allen wichtigen Stakeholdern in Österreich zu schaffen sein. Daher wird das KIG die Koordination zwischen Wirtschaft und dem öffentlichen Sektor weiterhin fördern und zu gemeinsamen Aktivitäten aufrufen", sagt Mag. Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR, die als Geschäftsstelle des KIG fungiert.

"Für die Bewältigung der Herausforderungen der Digitalisierung ist eine breite Zusammenarbeit aller Stakeholder notwendig. Vorliegender Prioritätenkatalog ist somit eine wichtige Grundlage für die Digital Roadmap!", sagt Ing. Roland Ledinger, Bereichsleiter im Bundeskanzleramt.

Sektionschef Dr. Gerhard Popp, Vorstandsmitglied für das Finanzministerium, bekräftigt: "Wir wollen E-Government voranbringen und damit wichtige Impulse zu Innovationen und besserer Wettbewerbsfähigkeit leisten."

"Entsprechend den Vorgaben des Regierungsprogramms geht es nun darum, die beschlossenen Eckpunkte für eine zukunftsweisende IKT-Strategie mit Leben zu erfüllen. Der umfassende Bericht über den dritten Prioritätenkatalog ist ein wesentlicher Meilenstein in diesem Prozess", sagt Abteilungsleiter Dr. Thomas Kohlert, Mitglied im Vorstand für das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Der Leiter der Stabstelle Informations- und Kommunikationsinfrastruktur im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Ing. Mag. Alfred Ruzicka, betont, dass der dritte Prioritätenkatalog deutlich zeigt, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmen gegenseitig befruchtet und deutlich positiv auswirkt. Dieser innovative Ansatz des KIG ist eine Novität, welche es Wert ist, weiterverfolgt zu werden.

Hintergrund

Der Vorstand des Kompetenzzentrum Internetgesellschaft besteht aus Vertretern des Bundeskanzleramts, des Finanzministeriums, des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Die RTR ist Geschäftsstelle des KIG und hat ebenso wie die Internetoffensive Österreich (IOÖ) als Vertreterin der Unternehmen eine beratende Funktion im Vorstand. Die Einrichtung des KIG wurde von der Bundesregierung im Februar 2010 beschlossen. Im Regierungsübereinkommen sind die Weiterentwicklung der Eckpunkte der IKT-Strategie sowie die Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen und Projekte verankert.

Der dritte Prioritätenkatalog einschließlich des Berichts zu den bisherigen Prioritätenkatalogen ist online abrufbar unter:
https://www.kig.gv.at/massnahmen/prioritaere-massnahmen.html

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