„Menschen & Mächte“-Doku über „Unser Schnitzel“ – am 17. Februar um 22.30 Uhr in ORF 2

Danach „WELTjournal +: Tückisches Gift: Machen Unkrautvernichter krank?“

Wien (OTS) - Ob Migrationshintergrund oder nicht, mittlerweile ist es zum echten Wiener geworden: das Wiener Schnitzel, die Leibspeise vieler Österreicherinnen und Österreicher. Das panierte Aushängeschild der heimischen Küche hat inzwischen die ganze Welt erobert. Auf den Speisekarten rund um den Globus ist es mit unterschiedlichsten Beilagen zu finden. Es ist ein Identifikationsprodukt der Nation und in der Geschichte der Esskultur zu einem Symbol des Wohlstands geworden. Das Wiener Schnitzel war anfänglich nur eine Festtagsspeise für die oberen Schichten. Etwa Mitte des 19. Jahrhundert hat es dann in die Festmahlzeiten des Volks Eingang gefunden. Anstelle des Kalbfleischs hat man damals allerdings häufig das billigere Schweinefleisch verwendet. Das ist bis heute so. Aber was kommt da eigentlich auf den Teller? Und vor allem wie? Und warum ist das in knusprige Panier gehüllte Schweinefleisch zur beliebtesten Schnitzelvariante aufgestiegen?

Für die „Menschen & Mächte“-Dokumentation „Unser Schnitzel“ – zu sehen am Mittwoch, dem 17. Februar 2016, um 22.30 Uhr in ORF 2 – ist Peter Liska mit seinem Kamerateam diesen Fragen nachgegangen und tief in die Welt der konventionellen Schweinezucht eingedrungen: von kleinen Fleischhauern, wie es sie immer seltener gibt, bis zum größten Saustall des Landes. Von der Großküche bis zum Schnitzelwirt. Von der Ferkelgeburt bis zum Schlachthof, von der Schweinebörse bis zur Schweineprüfanstalt, von der Besamungsstation bis zur Maisernte. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.30 Uhr die Dokumentation „Tückisches Gift – Machen Unkrautvernichter krank?“.

Menschen & Mächte: „Unser Schnitzel“

Peter Liska wirft einen Blick auf die Nutztierhaltung fernab romantischer Vorstellungen, auf Plastikböden statt Stroh, auf Güllesilos statt Misthaufen. Er beleuchtet und analysiert einen Wirtschaftszweig, der mittlerweile ums Überleben kämpft, weil sich der globale Markt stark verändert hat. In Nachbarländern etwa stehen 50.000 Schweine in einem Betrieb. Da können österreichische Bauernfamilien kaum mehr mithalten, schon gar nicht mit dem Preis. Zigtausende Ställe wurden in den vergangenen Jahren stillgelegt. Und mit Bio ist in Zeiten wie diesen nur wenig Geschäft zu machen. Der Marktanteil erreicht beim Schweinefleisch nur um die zwei Prozent. Zu teuer für viele, die auf jeden Euro schauen müssen.

Der Streifzug durch Wirtshäuser, Imbissbuden und Bauernhöfe führt bis nach Amerika. „Wienerschnitzel“ heißt dort sogar eine Fast Food-Kette. Peter Liska serviert ein beeindruckendes Menü durchs Schnitzelland. „Unser Schnitzel“ – ein Film auf der Suche nach den Geheimnissen, Gaumenfreuden und Gefahren einer österreichischen Institution.

WELTjournal +: „Tückisches Gift – Machen Unkrautvernichter krank?“

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2015 das weltweit verwendete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ bezeichnet. Europäische Behörden hingegen stufen das Pflanzengift als „wahrscheinlich nicht krebserregend“ ein. Glyphosat darf in Europa noch bis Mitte 2016 verkauft werden, danach steht eine Neuzulassung an. Herbizide, die den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthalten, werden in fast allen Gartencentern und Baumärkten zur Unkrautvernichtung angeboten. Vor allem in der industriellen Landwirtschaft wird der Stoff großflächig versprüht. Schon seit Längerem besteht der Verdacht, dass dieses Pflanzengift auch für Totgeburten und Missbildungen bei Neugeborenen verantwortlich sein könnte – bei Nutztieren, aber auch bei Menschen. Das „WELTjournal +“ dokumentiert eine Recherche des investigativen Journalisten Andreas Rummel, der für seine Berichterstattung in Deutschland bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Seine Reise führt ihn durch Europa und bis nach Lateinamerika, immer auf der Spur des Unkrautvernichters Glyphosat.

Beide Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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