KORREKTUR zu OTS0066: Heinisch-Hosek/ Hundstorfer zu Gleichstellung: Viel passiert, noch mehr zu tun

Frauenministerin Heinisch-Hosek und Präsidentschaftskandidat Hundstorfer: Gegen vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters

Wien (OTS/SK) - Bitte lesen Sie die OTS0066 vom 16.2.2016 wie folgt richtig:

„Unbequem zu sein, war das, was Johanna Dohnal ausgezeichnet hat. Dieses Unbequem-Sein war der Motor für die zahlreichen Veränderungen, die durch das Gleichstellungspaket eingeleitet wurden“, sagte Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer gestern, Montag, im Rahmen der Begrüßung bei der Veranstaltung „Johanna-Dohnal-Gleichstellungspaket. Ziele – Umsetzung – Perspektiven“. Anlässlich des 77. Geburtstages von Johanna Dohnal am 14. Februar luden die SPÖ-Frauen und das Dohnal Archiv zur Diskussion über die Forderungen und die Umsetzung des Gleichbehandlungspakets ein. „Was würde Johanna Dohnal heute denken? Ich denke, sie würde auf einiges, was wir bis jetzt erreicht haben, stolz sein, jedoch vieles auch sehr kritisch sehen“, betonte SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. ****

In seiner Begrüßungsrede stellte Präsidentschaftskandidat Hundstorfer fest, dass immer noch viele Fragen und Problematiken unbeantwortet sind. „Gerade wenn es um Gleichstellung in der Arbeitswelt geht, ist zwar formal vieles geschehen, jedoch bestehen in der Realität oftmals Divergenzen“, zeigte sich der Präsidentschaftskandidat kritisch. In der Debatte um eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen „müssen zuerst einige Grundsatzfragen geklärt werden. Zum Beispiel, warum 35 Prozent der Frauen trotz Pension erwerbstätig bleiben und 50.000 Menschen jährlich Invaliditätspension beantragen“, so Hundstorfer. Als Präsidentschaftskandidat habe er sich vorgenommen, Sozialthemen anzusprechen. „Die Forderung nach einer vorzeitigen Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen ist eines dieser Themen, die man ansprechen muss, und sich klar dagegen aussprechen sollte“, sagte Hundstorfer.

„Es geht nicht nur um Vergangenes, sondern auch um die Frage, wie wir die Gesellschaft so beeinflussen können, dass sie zu einer nachhaltig gerechten und gleichberechtigten wird“, stellte Heinisch-Hosek fest. Zwar seien etliche Schritte „im Geiste Johanna Dohnals“ eingeleitet worden, es müsse jedoch noch mehr geschehen. Im Lichte des momentanen konservativen Backlashs weltweit ist es wichtig, dass „FeministInnen jeder Generation im Sinne Johanna Dohnals ihre politischen Ansichten kundtun“. Die SPÖ werde weiterhin gegen die vorzeitige Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen und für die Verkleinerung der Lohnschere zwischen Männern und Frauen einstehen, versicherte Heinisch-Hosek. „Wir werden Frauen, wo wir sie stärken können, auch stärken“, betonte die SPÖ-Frauenministerin.

Ebenfalls zu Gast war die ehemalige Bundesfrauensekretärin Nationalratsabgeordnete a.D. und langjährige politische Mitstreiterin Dohnals, Irmtraut Karlsson. „Was Johanna Dohnal ausgezeichnet hat, war ihr feines Gespür für die Sorgen der sozial am meisten benachteiligten Frauen. Als SPÖ müssen wir vor allem für diese Frauen weiterhin einstehen“, erklärte Karlsson. Zwar sieht die ehemalige Politikerin den Fortschritt von Frauen im Bildungssystem als sehr positiv, jedoch dürfe nicht vergessen werden, dass strukturelle Diskriminierung nicht durch individuelle Qualifikation aufgehoben werde. „Dass diese Problematik so oft geleugnet wird, macht mir große Sorgen“, so Karlsson.

SERVICE: Fotos der Veranstaltung "Johanna Dohnals Gleichstellungspaket. Ziele - Umsetzungen - Perspektiven" unter http://tinyurl.com/zc4wkzd (Schluss) mr/mo

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