FSG-Aichinger: Kostenbelastung der Krankenkassen nicht mit alten Rezepten bewältigen

Ehemaliger erfolgloser Verbandsvorsitzender Gleitsmann sucht die falschen Einsparungspotenziale

Wien (OTS) - „Selbstverständlich ist der ökonomische, verantwortungsvolle Umgang mit Versichertengeldern ein wesentliches Prinzip, nach dem die Krankenkassen arbeiten. Wer allerdings ausschließlich in betriebswirtschaftlichen Grundsätzen denkt, der vernachlässigt die soziale Bedeutung des Systems: Jeder österreichische Versicherte hat das Recht auf die bestmögliche und gleiche medizinische Behandlung“, kommentiert Michael Aichinger, FSG-Vorsitzender in der GPA-djp Wortspenden Martin Gleitsmanns zur Gebarungsprognose der Krankenkassen.

Gleitsmann versuche sich als ehemaliger erfolgsloser Verbandsvorsitzender der Sozialversicherungsträger jetzt eben auch als einfaches Mitglied des Verbandsvorstandes als Souffleur mit alten Rezepten, so Aichinger weiter: „Jeder verantwortungsvolle Kaufmann würde Einsparungspotenziale zuerst bei den Ausgabe-Positionen suchen, die 98 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. Bei den Krankenversicherungen sind die größten Ausgabe-Posten Pharmaunternehmen, Ärztliche Hilfe und die Krankenanstaltenfinanzierung. Der Anteil der Kosten für die Beschäftigten beträgt zwei Prozent, die Kolleginnen und Kollegen haben ihren Beitrag am Sparprogramm bereits geleistet.“

Ein stärkerer Ausgleich zwischen unterschiedlich finanzkräftigen Kassen ist notwendig, meint Aichinger: „Wer aber glaubt, man braucht keinen Ausgleich unterschiedlicher Versichertenstrukturen sondern den Ausgleich von den angeblich ineffizienten zu den effizienten Kassen, der hat von Versicherungssystemen wenig Ahnung.“ Die Kostenbelastung der Krankenkassen durch hohe Arbeitslosigkeit und steigende Medikamentenausgaben für einen Angriff auf die Einrichtungen zu instrumentalisieren, bezeichnet Aichinger als durchschaubares Manöver. „Wir werden die Einrichtungen, die Eigentum der Versicherten sind, jedenfalls nicht abverkaufen, um die Profite der Pharmawirtschaft zu finanzieren!“, so Aichinger abschließend.

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