NEOS: AK-Chef Rudi Kaske ist ein Arbeitsplatzvernichter

Sepp Schellhorn: "Rudi Kaske reagiert mit Wirtschaftskonzepten aus den 70er Jahren auf die Wirtschaftswelt des 21. Jahrhunderts."

Wien (OTS) - AK-Chef Rudi Kaske wiederholt in der heutigen Pressestunde die Denkfehler der Welt der Gewerkschaft: Unternehmen müssen endlich Jobs schaffen und der Gesetzgeber die Unternehmen noch strenger kontrollieren und noch härter abstrafen. Warum? Weil Regierung und Sozialpartner nicht in der Lage sind, die notwendigen Reformen anzugehen. Diesen Teil lässt Kaske aber unter den Tisch fallen.

"Für Rudi Kaske ist die Welt einfach und übersichtlich, die Unternehmen sollen einfach mehr Jobs schaffen. Der Gesetzgeber wiederum verlängert den Kündigungsschutz, verschärft das Bonus-Malus-System und erhöht die Kontrollen der Finanzpolizei, damit auch alles abgeführt wird, was vom Staat zu kassieren ist. Das Problem dabei? Wir leben nicht mehr in den 70er Jahren und die Zeit der Verstaatlichten ist vorbei – auch wenn Rudi Kaske diesen Gedanken tief verdrängt“, so NEOS Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn.

Stattdessen müssen folgende Maßnahmen gesetzt werden, so Schellhorn:
"Jobs entstehen und Betriebe investieren nur dann, wenn der Faktor Arbeit wieder leistbar wird. Das Kernproblem der Unternehmen ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu viel kosten und dafür zu wenig verdienen", weist Schellhorn auf die erste wichtige Reform hin. Der Faktor Arbeit ist in Österreich zu teuer, die Lohnnebenkosten sind im Europavergleich absurd hoch.

In einem weiteren Schritt müsse es zu einer Abflachung der Lohnkurve kommen - statt einer Verschärfung des Bonus-Malus-System. "Die Sozialpartner haben über jahrzehntelange Monopolverhandlungen den Faktor Arbeit zu teuer gemacht. Hinzu kommt, dass die Arbeitskosten gegen Ende der Berufslaufbahn am höchsten sind, während sie in Ländern wie Schweden ab Mitte 50 zu sinken beginnen. Wir brauchen eine Verschiebung der Lohnkurve, zwischen 40 und 50 Jahren muss die Lohnkurve wieder abfallen, erst wenn ältere Mitarbeiter leistbar sind, bleiben sie im Job", betont Schellhorn. Und zuletzt müssen Regierung und Sozialpartner endlich eine völlig veränderte Arbeitswelt zu Kenntnis nehmen. "Wir brauchen ein flexibles Arbeitsrecht und wir brauchen eine Arbeitszeitflexibilisierung, die dafür sorgt, dass unsere Betriebe in der Hochsaison nicht mit einem Fuß im Häf‘n stehen. Denn natürlich werden flexible Arbeitszeitmodelle bereits gelebt – aber in einer rechtlichen Grauzone, weil die Sozialpartner das Thema blockieren," so Schellhorn abschließend.

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