Industrie zu AK: Brauchen bei Pensionen faire und nachhaltige Maßnahmen statt Beschwichtigung

IV-GS Neumayer: Endlich mit Drohungen gegen und Kriminalisierung von Unternehmen aufhören – Neue Belastungen schaffen keine neuen Jobs

Wien (OTS) - „Am 29. Februar soll ein Pensionsgipfel stattfinden – die Menschen erwarten sich dort von der Politik Lösungen, keine wortreichen Erklärungen, Beschwichtigungen und Zahlenspiele. Die strukturellen Probleme im Pensionsbereich sind jetzt insgesamt zu lösen und nicht einfach den jüngeren Generationen ‚umzuhängen‘“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, zu aktuellen Aussagen seitens der Arbeiterkammer (AK). „Die AK nimmt hier leider ihre Verantwortung gegenüber dem Land und zukünftigen Generationen nicht wahr. Wir müssen beispielsweise beim tatsächlichen Pensionsantrittsalter endlich in Richtung des gesetzlich vorgesehenen kommen – wir haben Anfang der 70er-Jahre mehr Zeit im Erwerbsleben verbracht als heute, gleichzeitig ist die Lebenserwartung um mehr als zehn Jahre gestiegen – dass sich das nicht ausgehen kann ist offensichtlich", so Neumayer. „Gerade Frauen haben etwa durch das immer noch unterschiedliche Pensionsantrittsalter gegenüber Männern Nachteile am Arbeitsmarkt und bei den Pensionen – eine Diskriminierung und Ungleichbehandlung, die rasch beendet werden sollte.“

Belastungsgrenze für Unternehmen seit geraumer Zeit erreicht – Weitere Drohungen gegen und Kriminalisierungsversuche von Unternehmerinnen und Unternehmern müssen endlich aufhören

"Während bei der Arbeitslosigkeit im EU-Schnitt ein Rückgang zu beobachten ist, weist Österreich im Jahresvergleich den zweithöchsten Anstieg in der gesamten Europäischen Union auf und liegt mit fast 500.000 Arbeitslosen nur noch auf Rang sechs. Das ist eine besorgniserregende und vor allem hausgemachte Entwicklung – das Ergebnis jahrelang verabsäumter Reformschritte in Österreich. Hier würde man dringend konkrete Vorschläge seitens einer gesetzlichen Arbeitnehmervertretung erwarten", so Neumayer. "Konsequente Strukturreformen zeigen in anderen europäischen Ländern ihre Wirkung und konjunkturelle Erholung macht sich in Europa bemerkbar. Währenddessen schafft es Österreich nicht am europäischen Aufschwung zu partizipieren – im Gegenteil, bei uns werden von Arbeitnehmerseite ständig weitere Lasten für Unternehmen sowie weitere bürokratische Bürden und Uralt-Hüte wie die Wertschöpfungsabgabe gefordert, die dringend benötigte Jobs kosten“, so der IV-Generalsekretär. „Die Belastungsgrenze ist für Unternehmen schon seit geraumer Zeit erreicht. Dass offensichtlich nicht verstanden wird, wie die Stimmung bei österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern, die unter permanenten Bürokratie-, Nachweis- und Kontrolldruck stehen, ist, zeigt, dass immer noch nachgelegt wird. Das Augenmaß und Verständnis für die Notwendigkeiten eines Hochlohnstandortes, der eines der umfassendsten Sozialsysteme der Welt finanzieren muss, sind offensichtlich verloren gegangen – und: Hundertschaften zusätzlicher Prüfer im Finanzministerium sind ohnehin geplant, das sollte der AK nicht entgangen sein."

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0002