Weidenholzer: „In der Türkei regiert die Willkür"

S&D-Vizepräsident: „Situation bedenklicher denn je“

Wien (OTS/SK) - Wien (SK) „Unter den Toten von Cizre befindet sich auch Mehmet Tunc. Noch vor zwei Wochen hat er dem EU-Parlament via Telefon-Live-Schaltung über die Zustände vor Ort berichtet. Der Fall Mehmet Tunc zeigt auf, wie weit es schon gekommen ist. Willkürlich werden Morde begangen. Europa darf sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern muss offensiv für ein Ende des Krieges eintreten. An Friedensverhandlungen und Waffenstillstand beider Seiten führt kein Weg vorbei. Europa muss sich als Vermittler anbieten“, betont Josef Weidenholzer, SPÖ-EU-Abgeordneter und Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, anlässlich der jüngsten Entwicklungen in der Südosttürkei.****

Der Abgeordnete kündigt an, dass kommende Woche eine Delegation der S&D-Fraktion in den Südosten der Türkei reisen wird, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen. Auch hinsichtlich der Flüchtlingsfrage betont Weidenholzer, dass es zu neuen Flüchtlingsbewegungen aus der Türkei kommen wird: „Die Türkei ist angesichts des Umgangs mit der kurdischen Minderheit kein sicherer Drittstaat. Eine Anerkennung als sicherer Drittstaat würde völlig falsche Signale setzen. In den Verhandlungen mit der Türkei liegt es an Europa, die Frage anzusprechen und Druck auf die Türkei auszuüben, um den Krieg zu stoppen und in der Kurdenfrage an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“(Schluss) up

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