„Thema“: Zugsunglück in Bayern – wie sicher sind unsere Züge?

Außerdem am 15. Februar: Bürgerwehren, Waffen-Boom – die Angst geht um

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 15. Februar 2016, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Zugsunglück in Bayern – wie sicher sind unsere Züge?

Am frühen Morgen des Faschingsdienstags krachen in Bad Aibling zwei Regionalzüge in einer Kurve ungebremst aufeinander. Elf Menschen sterben, 80 werden zum Teil schwer verletzt. „Mein Mann liegt mit Kopf- und Beinverletzungen im Krankenhaus. Er hat eine Lungenquetschung und Prellungen am ganzen Körper. Wenn ich an das Unglück denke, fühlt sich alles irgendwie unwirklich an“, erzählt Daniela Gaßner-Holzbauer geschockt. „Nach dem Zusammenprall war es im Abteil finster. Manche Menschen haben geweint, andere nervös gelacht. Viele hatten Nasenbluten“, sagt ein 17-Jähriger, der von den Rettungskräften aus den Wracks befreit werden konnte. 125 freiwillige Rot-Kreuz-Helfer aus Tirol haben die deutschen Einsatzkräfte unterstützt. Den ersten Schwerverletzten hat ein Tiroler Notarzt mit der deutschen Luftrettung vom Unfallort weggeflogen und bis zum Schockraum ins Krankenhaus begleitet. „Man kontrolliert, dass der Patient stabil bleibt. Während des Einsatzes reduziert sich der Blick auf das Wesentliche“, beschreibt er die höchst sensible Phase während des Fluges mit dem Rettungstau. Die Ursache für die Katastrophe ist noch nicht geklärt. Auch in Österreich gibt es viele einspurige Bahnstrecken. Wie zuverlässig ist das Sicherheitssystem? Markus Stachl und Christian Zechner haben recherchiert.

Bürgerwehren und Waffen-Boom – die Angst geht um

„Die Regierung tut nichts, wir müssen selber schauen, dass wir sicher sind“, meint einer der Demonstranten gegen ein Wiener Flüchtlingsheim. Man setzt deshalb auf Selbstschutz und will eine Bürgerwehr bilden. Begleitet werden solche Forderungen durch Aufrufe im Internet. Die Angst geht um, Waffenhändler machen derzeit gute Geschäfte. Pfeffersprays sind zum Teil ausverkauft und die Anzahl der Anträge auf eine Waffenbesitzkarte haben sich von November auf Dezember versechsfacht. Seit Beginn der Flüchtlingskrise fühlen sich immer mehr Menschen nicht mehr sicher. Der Soziologe Reinhard Kreissl glaubt, dass die Flüchtlinge aber nur einer von mehreren Gründen dafür ist: „Die biedermeierliche Gemütlichkeit ist vorbei und der Glaube, dass es immer so weitergeht wie bisher, schwindet.“ Dabei verzeichnet die Statistik eine sinkende Kriminalitätsrate. Obwohl die großen Einbruchsserien seit zehn Jahren vorbei sind, geht Robert Scherzer, Initiator einer Bürgerwehr, immer noch „auf Streife“. Seit 2004 zieht seine Gruppe in Zivil durch Maria Enzersdorf, um der Polizei Verdächtiges zu melden. Andrea Poschmaier, Rike Fochler und Christoph Seibel über Österreicherinnen und Österreicher, die aufrüsten und sich absichern.

Frühe Hilfe – wenn das Baby zur Belastung wird

„Gustav hat oft stundenlang durchgeschrien, ich konnte ihn einfach nicht beruhigen“, sagt Barbara Siegel. Das Muttersein hat sich die 31-jährige Fotografin ganz anders vorgestellt. „Ich war verzweifelt, habe mir die Schuld gegeben und gedacht, dass ich alles falsch mache.“ Frau Siegel und viele andere Familien in belastenden Situationen finden nun eine neue Form der Unterstützung. Seit Februar bietet das Gesundheitsministerium in ganz Österreich kostenlos das Programm „Frühe Hilfen“ an. Familienbegleiterinnen helfen im Umgang mit dem Baby, coachen im Alltag und unterstützen bei Behördenwegen. „Früher dafür sorgen, dass wir später nicht reparieren müssen“, sagt Christina Dietscher vom Ministerium. Christoph Seibel berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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