Industrie: Pensionsgipfel muss auch Pensionssystem zum Thema haben

IV-GS Neumayer: Reformverweigerung schadet dem Arbeits- und Wirtschaftsstandort massiv – Entscheidend ist die Nachhaltigkeit

Wien (OTS) - „Am 29. Februar soll ein Pensionsgipfel stattfinden – einen Arbeitsmarktgipfel hat es bereits im Oktober 2015 gegeben, bei dem Maßnahmen beschlossen wurden, denen die Arbeiterkammer und der ÖGB zugestimmt haben. Die selben Themen erneut verhandeln zu wollen, führt ins Lächerliche. Das sollte auch die Arbeiterkammer zu Kenntnis nehmen! Wir müssen die strukturellen Probleme im Pensionsbereich auch im Pensionssystem lösen – alles andere ist reine Verschleierungstaktik zu Lasten der jüngeren Generationen“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer in Reaktion auf eine Pressekonferenz der Arbeiterkammer (AK). „Auch die nebulosen Warnungen vor ‚Privatisierungen‘ und den ‘Finanzmärkten‘ ist offensichtlich nichts anderes als reines Ablenkungsmanöver: Es soll am 29.2. ausschließlich um die Zukunft des Pensionssystems gehen. Niemandem soll etwas weggenommen werden, doch ohne endlich strukturelle Maßnahmen zu setzen, damit wir beim tatsächlichen Antrittsalter in Richtung des Gesetzlichen kommen“, so der Generalsekretär, „wird es nicht gehen. Sich immer an den jungen Generationen abputzen zu wollen und diesen die Chance auf eine auskömmliche Pension in der Zukunft zu verbauen, ist extrem unfair.“

„Die AK muss aufhören Panikmache zu betreiben, um jegliche Reformdiskussion im Keim zu ersticken. Wir haben Anfang der 70er-Jahre mehr Zeit im Erwerbsleben verbracht als heute, gleichzeitig ist die Lebenserwartung um mehr als zehn Jahre gestiegen – dass sich das nicht ausgehen kann, ist offensichtlich“, so Neumayer. Es sei bedauerlich, dass ausgerechnet die AK sich gegen jegliche Maßnahmen in diesem Bereich wehre: „Gerade Frauen haben etwa durch das immer noch unterschiedliche Pensionsantrittsalter gegenüber Männern Nachteile am Arbeitsmarkt und bei den Pensionen – eine Diskriminierung und Ungleichbehandlung die rasch beendet werden sollte.“ Anstatt zu Lasten der Jüngeren sowie aller Steuerzahlerinnen und -zahler Reformen im Pensionsbereich zu verhindern, sollte die AK sich lieber selber beim Wort nehmen: „Es stimmt, dass im Zentrum all unserer Bemühungen aktuell mehr Arbeitsplätze stehen müssen. Die Unternehmen können aber keine Beschäftigung aufbauen, wenn ständig Maßnahmen verhindert werden, die unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern könnten. Dass ausgerechnet die AK zudem immer weitere Belastungen für die Unternehmen fordert, ist ein Bärendienst zu Lasten aller schwer arbeitenden Menschen in Österreich, deren Interessen vorgeblich die AK vertritt.“

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