Walser zu Heinisch-Hosek: Optimismus in Sachen Gemeinsame Schule nicht nachvollziehbar

Grüne verlangen bei Bildungsreform endlich ernsthafte Verhandlungen

Wien (OTS) - „Der Optimismus der Unterrichtsministerin bezüglich der Bildungsreform ist nicht nachvollziehbar. Bislang scheitern SPÖ und ÖVP sogar daran, ihre vermeintliche Einigung vom November gemeinsam zu interpretieren“, reagiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf die Aussagen von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen Ö1-Mittagsjournal: „Dass sich die SPÖ bei den Modellregionen zur Gemeinsamen Schule auf die Beschränkung von 15 Prozent pro Bundesland einzementiert, gleicht einem Kniefall vor den beharrenden Kräften in der Lopatka-ÖVP.“

Walser drückt sein Erstaunen über die Formulierungen von Ministerin Heinisch-Hosek aus, die heute von Maßnahmen spricht, die „beschlossen“ seien: „Eine Reform kann nur das Parlament beschließen und substantielle Verhandlungen hat es zumindest mit uns Grünen bislang nicht gegeben.“ Wirklich verärgert zeigt sich Walser aber darüber, dass die sozialdemokratische Ministerin einerseits davon spricht, dass eine spätere Trennung der Kinder notwendig sei, um dann aber im gleichen Atemzug den Umkehrschwung einzulegen: „Ministerin Heinisch-Hosek weiß so gut wie ich, dass die Beschränkung auf eine 15 Prozent-Region unsinnig ist, weil es sich dann um keine wirkliche gemeinsame Schule für alle Kinder handeln kann. Wenn wir wissen, dass die spätere Trennung der richtige Weg ist, dann soll er doch von möglichst vielen Kindern eingeschlagen werden können. Und wir wissen auch, dass ein eingegrenztes Gebiet, in dessen Nähe Gymnasien als Ausweichmöglichkeiten existieren, keine echte Modellregion darstellen kann.“

Walser fordert die Ministerin daher dringend auf, sich für den bestmöglichen Weg einzusetzen: „Die beste Möglichkeit ist definitiv, ein ganzes Bundesland zur Modellregion zu machen, zumal es mit Vorarlberg eines gibt, das alle notwendigen Vorarbeiten geleistet hat, um loslegen zu können.“

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