Willi: Neue Bahn-Megatunnel verlagern LKW-Transit noch lange nicht auf Schiene

Grüne: Klug muss in Sachen Güterverlagerung dringend dazulernen

Wien (OTS) - „Wenn Verkehrsminister Klug meint, mit dem Bau der Megatunnel Brenner, Semmering und Koralm bringe man eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene, dann irrt er. Von alleine passiert gar nichts. Im Gegenteil: Der Zug der Güterverlagerung fährt derzeit rückwärts. Das beweist, die um 25 Prozent verbilligte Brennermaut, die das Verkehrsministerium verordnet hat. Das ist eine Einladung, die Straße zu benützen. Klug muss dringend dazulernen“, beurteilt der grüne Verkehrssprecher Georg Willi die heutigen Aussagen von Minister Klug sehr kritisch.

Die Grünen haben klare Vorstellungen, wie die Güterverlagerung politisch erreicht wird: „Wir brauchen die volle Ausnützung der Wegekostenrichtlinie, um Kostenwahrheit herzustellen und der Bahn eine Chance zu geben. Zusätzlich brauchen wir die Alpentransitbörse, mit der Transitfahrten auf der Straße durch Österreich limitiert werden. Wer kein Straßen-Transitrecht hat, muss zwingend die Bahn benützen. Mit diesem in der Schweiz entwickelten Instrument könnten die Transitzahlen – etwa über den Brenner – halbiert werden. Nur: das muss man politisch innerhalb der EU vorantreiben. Das Verkehrsministerium verschläft diese Möglichkeit und legt die Hände in den Schoß“, ärgert sich Willi.

„Ich erwarte mir vom neuen Verkehrsminister, dass er sich bei einer Reise durch die Bundesländer rasch ein Bild von der Lärm- und Schadstoffbelastung durch Lkw-Verkehr macht und schnell an den richtigen Schrauben dreht, um den Straßengüterverkehr einzudämmen“, schließt Willi.

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