VP-Hefelle ad Rompolt: Beruhigungspillen helfen nicht weiter

Alkoholverbot am Praterstern wäre als letzter Ausweg sehr leicht umsetzbar

Wien (OTS) - "Ein Verbot des Konsums alkoholischer Getränke außerhalb des Bereichs gewerblicher Betriebe ist sehr wohl umsetzbar, wie Beispiele aus anderen Landeshauptstädten unter Beweis stellen", so ÖVP-Bezirksrat und ÖAAB-Obmann Paul Hefelle anlässlich gegenteiliger Aussagen der stellvertretenden SPÖ-Bezirksvorsteherin aus der Leopoldstadt, Astrid Rompolt.
Die ÖVP sei keineswegs Anhänger einer Verbotskultur, sehe diese Maßnahme aber als letzten Ausweg, wenn man die Probleme auf dem Praterstern nicht anders in den Griff bekomme, so der ÖAAB-Bezirksobmann weiter: "Dass man sie nicht in den Griff bekommt ist aufgrund der häufigen Vorfälle in den letzten Jahren mehr als augenscheinlich."
Die Mehrheitsfraktion dürfe sich nicht länger auf Beschwichtigungen und Schönredereien beschränken, stellt der VP-Bezirksrat fest. Auch der nunmehr von Rompolt angekündigte runde Tisch zum Thema Alkoholverkaufsverbot sei nicht mehr als eine der "altbekannten und wirkungslosen Alibi-Aktionen": "Abgesehen davon, dass die SPÖ es offensichtlich nicht notwendig findet, die anderen Parteien bei dieser Veranstaltung einzubinden, stellt sich die Frage, was das bewirken soll. Wer Alkohol konsumieren will, holt ihn sich halt von anderswo. Dafür braucht er nicht die direkt am Praterstern situierten Geschäfte", so Hefelle.
Neben den kürzlich erhobenen Forderungen von Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel zur Hebung des Sicherheitsgefühls der Wienerinnen und Wiener sei ein echtes Alkoholverbot die einzig sinnvolle Maßnahme.
Dass die FPÖ eine Petition zum Thema einbringen will, sieht der schwarze Bezirksrat nicht unkritisch: "In der Sache haben die Freiheitlichen recht, haben sie sich doch vor geraumer Zeit unserer Forderung angeschlossen. Ob das Petitionsrecht allerdings dazu gedacht ist, von im Gemeinderat und in der Bezirksvertretung vertretenen Parteien benützt zu werden, ist fraglich. Eine Petition sollte primär von den Bürgern kommen. Parteien haben ja jederzeit die Möglichkeit, ihre Unterstützung zu signalisieren", so Hefelle abschließend.

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