Manager-Gehälter – Mayer: Rechnungshof-Bericht schafft Transparenz

SPÖ-Rechnungshofsprecher für getrennte Auflistung fixer und variabler Gehaltsbestandteile

Wien (OTS/SK) - Der Einkommensbericht zu den Gehältern in staatsnahen Unternehmen und Einrichtungen steht heute auf der Tagesordnung des Rechnungshofausschusses. Der Rechnungshofsprecher der SPÖ, SPÖ-Abgeordneter Elmar Mayer, begrüßt grundsätzlich die Transparenz, die der Rechnungshof durch diese Einkommensberichte schafft. Vorstellen kann sich Mayer allerdings, die Auflistung der Manager-Gehälter nach Grundgehalt und variablem Gehaltsanteil getrennt vorzunehmen – „dies würde die Transparenz und die Vergleichbarkeit der Manager-Gehälter mit jenen in der Privatwirtschaft erhöhen“, so Mayer. ****

Kritisch sieht Mayer, dass der Anstieg der durchschnittlichen Bezüge der Vorstände und Geschäftsführer in Unternehmen mit Bundesbeteiligung doppelt so hoch war wie jener der dort Beschäftigten. „Bei allem Bekenntnis zu marktgerechten Gehältern von Unternehmen, die auch im internationalen Wettbewerb stehen – diese Schere zwischen Unternehmensspitze und den Angestellten darf nicht weiter auseinander gehen“, fordert Mayer. Auch was Geschlechtergerechtigkeit bei den Einkommen betrifft, gebe es Handlungsbedarf. So ging die Gehaltsschere zwischen weiblichen und männlichen Managern weiter auseinander, was u.a. daran liegen dürfte, dass in den traditionell gut bezahlten Branchen und sehr großen Konzernen Frauen noch immer krass unterrepräsentiert sind.

„Erfreulich ist allerdings, dass die Quotenregelung wirkt: Der Frauenanteil im Vorstandsbereich und bei den Aufsichtsräten der Unternehmen mit Bundesbeteiligung ist zwar noch lange nicht zufriedenstellend, aber er steigt“, so Mayer. Rund 20 Prozent beträgt der Frauenanteil in den Vorständen staatsnaher Unternehmen, bei den Aufsichtsräten sind es 37 Prozent. Zum Vergleich: In der Privatwirtschaft (200 umsatzstärkste Betriebe) betrug laut AK-Auswertung für 2014 der Frauenanteil in den Vorständen 5,9 Prozent, in den Aufsichtsräten 16,2 Prozent. (Schluss) up/ah/mp

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