„Universum History“ dokumentiert „Die Hölle von Verdun“

Am 12. Februar um 22.45 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Schlacht von Verdun ist bis heute ein abschreckendes Beispiel für die Grausamkeiten moderner Kriegsführung. 300 Tage lang kämpften Deutsche und Franzosen im Ersten Weltkrieg um die Stadt im Nordosten Frankreichs. Mehr als 300.000 Menschen wurden dabei getötet, Hunderttausende teils schwer verwundet. Nach dem Ende der Kämpfe, bei denen weder Deutsche noch Franzosen den Sieg für sich beanspruchen konnten, glich die Gegend einer Kraterlandschaft, bis heute haben sich Stadt und Umgebung nicht vollständig erholt. 100 Jahre nach der Schlacht zeichnet „Universum History“ am Freitag, dem 12. Februar 2016, um 22.45 Uhr in ORF 2 das Inferno von Verdun nach.

Anhand persönlicher Geschichten deutscher und französischer Soldaten zeigt die Dokumentation „Die Hölle von Verdun“ von Oliver Halmburger und Stefan Brauburger die grausamste militärische Auseinandersetzung des Ersten Weltkriegs. In aufwendig gedrehten Szenen werden anhand von Briefen, Tagebucheinträgen und Fotos die unvorstellbaren Bedingungen und die Hilflosigkeit der Soldaten mitten im Kriegsgeschehen – sowohl auf deutscher als auch französischer Seite – nachgestellt.

Am 21. Februar 1916 griffen die Deutschen mit mehr als 1.300 schweren Geschützen die Befestigungsanlagen von Verdun an. Neun Stunden lang sollte der französische Abwehrgürtel auf einer Länge von zwölf Kilometern „sturmreif“ geschossen werden. Wenige Tage später war klar, dass ein Durchbruch unwahrscheinlich ist. Trotzdem ließ der deutsche Generalstabschef Erich von Falkenhayn monatelang weiter angreifen. Die Franzosen, auf der anderen Seite, hatten den Auftrag, um jeden Preis durchzuhalten. Mit dem Angriff auf Frankreich hoffte Deutschland, Großbritannien aus dem Krieg zu zwingen. Wenn die Franzosen „ausbluten“, so spekulierte Falkenhayn, würde man den Engländern „ihr bestes Schwert aus der Hand schlagen“. Flugzeuge, Panzer, Maschinengewehre, Flammenwerfer und Giftgas kamen zum Einsatz, den Soldaten fehlte jedoch auf beiden Seiten Entscheidendes:
eine Kampfstrategie. Sie wälzten sich von Schützengraben zu Schützengraben, litten unter Versorgungsproblemen, warteten vergeblich auf Nachschub sowohl von Nahrungsmitteln als auch von Munition, versanken am Schlachtfeld in Blut und Schlamm, froren sich im Winter die Füße ab und verdursteten im Sommer. Der schwere Leichengestank, der über dem relativ kleinen Kampfgebiet lag, ließ die Kampfmoral bei den meisten Soldaten schwinden. Der Horror des Krieges spielte sich nicht nur an der Front ab, sondern auch dahinter – in den Lazaretten und oftmals nur notdürftigen Unterkünften.

Durch den Einsatz von Massenvernichtungswaffen markiert die Schlacht den Beginn der modernen Kriegsführung. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Verdun-Soldaten betrug 14 Tage. Im Sommer 1916 glich das Schlachtfeld schließlich einem Massengrab. „Die Hölle von Verdun“ wurde zum Symbol für die Sinnlosigkeit des Stellungskrieges. Entlang der früheren Front bei Verdun ist die Erde immer noch mit Schwermetallen und Chemikalien verseucht, der Zutritt zu jener Region, in der einst Giftgas eingesetzt wurde, ist verboten.

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