22. Wiener Flüchtlingsball

Statement für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik

Wien (OTS) - Der Wiener Flüchtlingsball ist nicht nur schon ein traditioneller Teil der Wiener Ballkultur geworden, er ist jedes Jahr auch ein Statement für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik. "Ein Besuch am Flüchtlingsball ist ein ganz wichtiges Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit mit Flüchtlingen, die ein Recht auf Schutz und Sicherheit haben!", lädt Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses, zum Besuch am Flüchtlingsball ein. "Mit dem Flüchtlingsball protestiert das Integrationshaus gegen menschenrechtswidrige Asyl-Obergrenzen, unmenschliche Gesetzesverschärfungen und ruft auf, Ausgrenzung von Schutzbedürftigen mit allen Mitteln zu bekämpfen und der sozialen Spaltung wirksam entgegen zu treten! Gemeinsam müssen wir die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Österreich und in Europa organisieren", so Eraslan-Weninger anlässlich des Flüchtlingsballs.

Zur Eröffnung am 13. Februar im Wiener Rathaus begrüßt Ehrenobmann Willi Resetarits die Wiener Stadträtinnen Sandra Frauenberger und Sonja Wehsely , die grüne Nationalratsabgeordnete Alev Korun und die Geschäftsführerin des Integrationshauses.

Helfen statt hetzen!

"Menschen, die vor Krieg und Hunger fliehen, brauchen unsere Solidarität, denn Menschenrechte sind grenzenlos. Die Stadt Wien handelt nach dem Motto: Helfen statt hetzen! Daher packen wir die Herausforderung an, die Gesellschaft gemeinsam zu gestalten. Wir müssen Integration vom ersten Tag an ermöglichen!", ruft Stadträtin Sandra Frauenberger anlässlich des Flüchtlingsballs auf.

„Wien hat nicht nur letztes Jahr gezeigt, wie die Unterbringung von tausenden Flüchtlingen unaufgeregt, menschlich und professionell erfolgen kann. Wien erfüllt seit jeher als einziges Bundesland immer die Quote, derzeit betreut die Stadt rund 20.000 Flüchtlinge. Nur Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, NGOs, Einsatzorganisationen und Freiwilligen, ist es möglich so viele Flüchtlinge gut und professionell zu betreuen. Dieser Weg der Wiener Flüchtlingspolitik beruht auf Haltung, Solidarität und Anstand. Dass rechte und konservative Parteien ständig versuchen, diesen Weg in Frage zu stellen, bestärkt mich darin, dass dieser Weg nicht verlassen werden darf. Es heißt aber auch wachsam zu sein - wachsam gegenüber jenen Kräften, die Hass und Neid schüren. Asyl ist ein Menschenrecht und wir werden nicht zulassen, dass es hier zu Einschränkungen kommt. In diesem Sinne freue ich mich auf einen Flüchtlingsball mit jenen Menschen, die solidarisch Seite an Seite mit jenen stehen, die vor Krieg und Terror geflohen sind. Zeigen wir gemeinsam, was es heißt miteinander zu leben und nicht nur nebeneinander“, so Stadträtin Sonja Wehsely.

Keine Obergrenzen bei Menschenrechten

Die grüne Nationalratsabgeordnete Alev Korun fordert vor allem mehr Solidarität. „Der Krieg in Syrien befindet sich im fünften Jahr und er ist inzwischen eindeutig auch bei uns in Europa angekommen. Flüchtlinge brauchen uns und unsere konkrete Solidarität mehr denn je. Statt Grenzschließungsphantasien und Zahlenspielereien, vulgo ‚Obergrenzen bei Menschenrechten‘ braucht es verantwortungsvolle Politik und Projekte wie das Integrationshaus, das seit Jahrzehnten vorlebt: Gemeinsam schaffen wir das. Herzliches Dankeschön an die MitarbeiterInnen des Integrationshaus und die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer!“

Das Integrationshaus ist ein Kompetenzzentrum zur Aufnahme, Beratung, Betreuung, Bildung und Integration von Asylsuchenden, Flüchtlingen und MigrantInnen, die von 120 engagierten MitarbeiterInnen professionell betreut werden. Ganz besonders werden in der Arbeit des Integrationshauses Menschen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf wie Traumatisierte, AlleinerzieherInnen und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge berücksichtigt. „2015 konnten in den verschiedenen Beratungs- Betreuungs- und Bildungsmaßnahmen an die 5.100 Menschen betreut werden. Ganz wichtig für die Arbeit des Integrationshauses sind auch die vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, wie MentorInnen, BildungspartnerInnen und Flüchtlingsbuddies“, berichtet Eraslan-Weninger.
Und auch die KünstlerInnen, die am Flüchtlingsball spielen werden, melden sich zu Wort. „Weil kein Mensch illegal ist und kein Mensch das System so ausnutzt, wie das System den Menschen. Wir danken dem Integrationshaus für die unermüdliche Arbeit und freuen uns sehr über den Auftritt!“ so Jelena Popržan von Madame Baheux.

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22. Wiener Flüchtlingsball
Wiener Rathaus
13. Februar 2016
Einlass: 20:00
Beginn: 21:00

Karten gibt es in allen Bank Austria Filialen und in der Jugendinfo Wien (1010, Babenbergerstr.1/Ecke Burgring ). VVK: € 45,- (für Clubmitglieder € 43,-; Schüler*innen/Studenten*innen/Menschen mit Behinderung € 40,-) AK: € 48,-

Die Moderation im Festsaal wird in Gebärdensprache übersetzt, und der Zugang ins Rathaus und die Festsäle ist barrierefrei (Aufzug im Arkadenhof).

Rückfragen & Kontakt:

Nikolaus Heinelt
Öffentlichkeitsarbeit
Verein "Projekt Integrationshaus"
1020 Wien, Engerthstraße 163
Phone +43/1/212 35 20-66, Fax +43/1/212 35 20-30
mailto: n.heinelt@integrationshaus.at
ZVR. 547408906

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