SP-Wagner: Reformen brauchen solide Vertrauensbasis

Blau-Schwarz I plant Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitswesens

Wien (OTS/SPW-K) - SP-Gemeinderat Kurt Wagner hält zu der heute präsentierten Umfrage der Ärztekammer unter allen in Wien angestellten SpitalsärztInnen fest: „Der Wiener Krankenanstaltenverbund befindet sich in einem großen Reformprozess, der viele Veränderungen mit sich bringt. Ziel dieser Reformen ist es, das öffentliche Gesundheitswesen in Wien zu stärken und dauerhaft abzusichern. Der Vorwurf, hier würde der Privatmedizin Tür und Tor geöffnet werden, ist auch deshalb besonders lächerlich, weil gerade die FPÖ im Rahmen ihrer unsäglichen Regierungsbeteiligung Privatmedizin intensiv gefördert hat.“

FPÖ und ÖVP wollen nun offensichtlich nach Mindestsicherung und Pensionsreform auch im Gesundheitsbereich die Stimmung für eine Regierung Blau-Schwarz I aufbereiten. „Hier wird der Boden für eine lupenreine Zweiklassenmedizin aufbereitet. Offensichtlich plant die Opposition große Privatisierungen, die zu Sozialabbau führen. Diese Vorgangsweise ist aus dem Pensionssystem wohlbekannt, und hat dort genau nach demselben Muster funktioniert. Das haben die Menschen bei der Pensionskürzung bereits leidvoll erfahren müssen“, so Wagner.

Der kürzlich von Bürgermeister Michael Häupl und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely vorgestellte Medizinische Masterplan legt bereits heute fest, welche Leistungen die Gemeindespitäler 2030 anbieten werden, und wie man dieses Ziel erreichen wird: „Er wird sowohl für PatientInnen als auch für MitarbeiterInnen positive Impulse bringen. So entlasten größere Abteilungsstrukturen auch die ärztlichen MitarbeiterInnen. Diensteinteilungen in größeren Teams können flexibler und individueller gestaltet werden. Zudem wird es überall Zentrale Notfallaufnahmen geben, erste Einrichtungen dieser Art existieren bereits im Wilhelminenspital und im Krankenhaus Hietzing. Es ist schon mehr als erstaunlich, dass die Opposition langfristige Planungen dieser Art in einem Monat vollständig umgesetzt haben möchte.“

Der KAV ist immer bemüht, gemeinsam mit allen Berufsgruppen, der Gewerkschaft und den Personalvertretungen alle Herausforderungen des Reformprozesses zu lösen. „Neben zahlreichen Schulungen und Veranstaltungen seit Februar 2015 gab es auch nach Einführung der neuen Dienstzeitmodelle Dialogrunden und intensive Informationen in allen Häusern, um die Umsetzung zu gewährleisten“, so Wagner. Für den Gemeinderat steht die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen, aber auch der PatientInnen im Mittelpunkt aller Reformbemühungen: „Der KAV erhebt jährlich die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit den Leistungen der Spitäler. 20.000 Menschen haben daran im Verlauf des vergangenen Jahres teilgenommen, auch als bereits die neuen Arbeitszeiten in Kraft waren. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit.“

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