„matinee“ am 14. Februar: Meinrad-Doku zum 20. Todestag, Cerha-Porträt zum 90. Geburtstag

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Die von Peter Schneeberger präsentierte „matinee“ am Sonntag, dem 14. Februar 2016, um 9.05 Uhr in ORF 2 würdigt zwei bedeutende österreichische Künstlerpersönlichkeiten: Zum 90. Geburtstag des Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha am 17. Februar gratuliert der ORF mit dem Porträt „Friedrich Cerha – So möchte ich auch fliegen können“ von Robert Neumüller (9.55 Uhr). Zuvor erinnert die von Siegfried Steinlechner gestaltete Doku „Josef Meinrad – Ein Jahrhundertschauspieler“ an den vor 20 Jahren, am 18. Februar 1996, verstorbenen Publikumsliebling. Der Film ist außerdem um 11.40 Uhr in ORF III zu sehen. Zum Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Vormittags steht „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr) mit Berichten und Tipps zu aktuellen Kulturereignissen auf dem Programm.

„Josef Meinrad – Ein Jahrhundertschauspieler“ (9.05 Uhr)

Josef Meinrad wird in seinen ernsten, aber auch komischen Charakterrollen unvergessen bleiben – doch wer war der Mensch hinter dem Schauspieler?
Durch viele Jahre war Meinrad ein großartiger Darsteller der österreichischen Seele. Eigenschaften wie Anständigkeit, Freundlichkeit, Höflichkeit und Bescheidenheit schienen alle auf ihn zu passen. Er verkörperte diese Tugenden wie kein Zweiter und schuf besonders mit der Darstellung von Raimund- oder Nestroyfiguren Idealgestalten der österreichischen Theaterszene. Die Menschen der Nachkriegs- und Wiederaufbaugeneration sahen in ihm einen Hoffnungsträger und ein Beispiel dafür, dass auch der Durchschnittsbürger mit Anständigkeit, Geradlinigkeit und Humor einen richtigen und guten Weg finden kann. Im Salzburger Großgmain, wo Meinrad viele Jahre seines Lebens verbracht hat, sprach Regisseur Siegfried Steinlechner mit dem Pfarrer des Ortes, einem der engsten Vertrauten des Schauspielers, und erhielt von seinen Erben exklusiven Zugang zu bisher unveröffentlichten Privatfilmen.

„Friedrich Cerha: So möchte ich auch fliegen können“ (9.55 Uhr)

Friedrich Cerha gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Österreichs. Er stellte den dritten Akt von Alban Bergs unvollendeter Oper „Lulu“ fertig, komponierte eigene Opern wie „Baal“, „Der Rattenfänger“, „Der Riese vom Steinfeld“, und schuf unzählige Orchesterwerke, Kammermusik und visionäre Arbeiten wie die „Spiegel“.
Cerha hört in seinem Inneren Klänge und Tonfolgen, die „wie von selbst aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein steigen“. Die Redlichkeit, Kompromisslosigkeit und Konsequenz, mit der er diese Töne zu Papier bringt, hat ihn zum Außenseiter und zum Rebellen gemacht.
Doch nicht nur auf musikalischem Gebiet ist Friedrich Cerha konsequent. Als 19-Jähriger desertierte er und floh vor den Nazis in die Tiroler Berge. Zurück im „erzkonservativen Wien der 1950er Jahre“ stieß er mit seiner Vorstellung von Musik auf Unverständnis und Ablehnung.
Erst in den vergangenen Jahrzehnten wird seine Musik auch von breiteren Publikumsschichten und jüngeren Zuhörerinnen und Zuhörern angenommen und zusehends verstanden. Welche Sehnsüchte und Träume den Komponisten heute bewegen, versucht der Film von Robert Neumüller zu ergründen.

Die Sendungen der „matinee“, für die Lizenzrechte vorliegen, sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0009