Wohlmuth: Wenn man menschliche Arbeit besteuert, muss auch nichtmenschliche Arbeit versteuert werden!

Wertschöpfungsabgabe Gebot der Stunde - Investitionen explizit ausgenommen

Wien (OTS) - „Offenbar will man in der Wirtschafskammer und im Wirtschaftsbund nicht zur Kenntnis nehmen, dass sich das Wirtschafts-und Arbeitsleben fundamental im Umbruch befindet. Die Digitalisierung zwingt uns geradezu, die herkömmlichen Finanzierungsformen für die Gesundheits-, Pensions- und Arbeitslosenversorgung zu adaptierten und zu ergänzen. Nicht mehr ausschließlich Löhne und Gehälter sollen die Finanzierungsgrundlage bilden, vielmehr sollen wertschöpfungsbezogene Elemente miteinbezogen werden. Wenn man menschliche Arbeit besteuert und Beiträge zu zahlen sind, muss man auch nichtmenschliche Arbeit versteuern und zur Finanzierung der Sozialsysteme heranziehen! Aber:
der Pensionistenverband hat immer wieder darauf hingewiesen, dass betriebliche Investitionen von einer Wertschöpfungsabgabe explizit ausgenommen sind“, kritisiert Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth das sture „Nein“ von Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer zu längst überfälligen Reformen. Und weiter:
„Selbstverständlich ist die Wertschöpfungsabgabe keine ‚Massensteuer‘ und schon gar nicht ‚Gift‘, sondern die Zukunft! Wir sollten die Diskussion über die Einführung der Wertschöpfungsabgabe sachlich führen und sie nicht mit bewussten Fehlinterpretationen und längst überholten Parolen verteufeln“, erklärte Wohlmuth. ****

„Natürlich ist der Pensionsgipfel der geeignet Ort, strukturelle Reformschritte wie die Wertschöpfungsabgabe zur Finanzierung der Pensionen zu diskutieren, zumal es dadurch zu einer Entlastung für personal-intensive Betriebe kommt. Von einer ‚Belastung‘ für die Wirtschaft kann überhaupt keine Rede sein“, so Wohlmuth.
Bei der von der Wirtschaftskammer thematisierten steigenden Burnout-Rate nimmt Wohlmuth die Wirtschaft in die Pflicht: „Wir brauchen Jobs, die nicht krank machen, die nicht überfordern, wo die Beschäftigten nicht ausbrennen. Deshalb fordert der Pensionistenverband auch eine verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge und ein Schwerpunktprogramm ‚Burn-Out-Vorsorge‘ durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen“, so Wohlmuth abschließend. (Schluss)

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