SP-Rompolt: Alkoholkonsumverbot am Praterstern ist nicht umsetzbar

Alkoholverkaufsverbot hingegen schon - runder Tisch zum Thema wurde bereits einberufen

Wien (OTS/SPW-K) - Die FPÖ hat kürzlich eine Petition initiiert, die ein Alkoholkonsumverbot für den Praterstern fordert. „Abgesehen davon, dass Petitionen den BürgerInnen und nicht den politischen Parteien dienen sollten, ist ein Alkoholkonsumverbot schlichtweg nicht umsetzbar“, so die stellvertretende SPÖ-Bezirksvorsteherin aus der Leopoldstadt, Astrid Rompolt.

Ein entsprechendes Gesetz wäre zum Scheitern verurteilt, weil Getränke jederzeit in andere Gebinde umgefüllt werden können: „Wie soll die Polizei wissen, ob Sie Wodka oder Wasser in Ihrer Flasche haben?“, fragt Rompolt und gibt die Antwort gleich selbst: „Sie müssten jedem und jeder, der oder die eine Flasche in der Hand hat, diese wegnehmen und daran riechen. Anders ließe sich das nicht feststellen.“ Erfahrungen mit Alkoholverboten auf bestimmten Plätzen würden zudem zeigen, dass diese immer nur Verlagerungen zu anderen Orten mit sich bringen. Probleme würden nicht gelöst sondern nur verschoben, führt Rompolt aus.

„Die einzig sinnvolle Lösung wäre ein Alkoholverkaufsverbot ab einer gewissen Uhrzeit“, sagt Rompolt. Bezirksvorsteher Karlheinz Hora hat daher am 25.2.2016 einen runden Tisch zu dem Thema einberufen, bei dem die Lokale und Supermärkte, die Alkohol am Praterstern verkaufen, teilnehmen werden. „Uns wurde von den Geschäftstreibenden signalisiert, dass sie bereit sind, ein Alkoholverkaufsverbot ab einer gewissen Uhrzeit umzusetzen“, sagt Rompolt.

Zusätzlich wäre es für Rompolt sinnvoll, durch eine Änderung der Gewerbeordnung generell den Verkauf von Alkohol an alkoholisierte Menschen im Einzelhandel zu verbieten, wie es bereits in der Gastronomie geltendes Recht ist.

Neben Maßnahmen, die die Verfügbarkeit von Alkohol reduzieren setzt Rompolt auch weiterhin auf die aufsuchende Soziale Arbeit: „Dank ihrer wertvollen Arbeit ist es gelungen, die Zahl der alkoholkranken Menschen, die sich regelmäßig am Praterstern aufhalten, mehr als zu halbieren, indem diese in das bestehende Gesundheits- und Sozialsystem der Stadt Wien integriert wurden“, sagt Rompolt. Im Jahr 2008 belief sich die Zahl der Alkoholkranken am Praterstern noch auf 120 – heute sind es nur noch 50.

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