Das sichere Dach über dem Kopf – auch im Winter

Schneelasten und Frost: Worauf gilt es zu achten?

Wien (OTS) - Folgt nach einem extrem heißen Sommer ein strenger Winter? Exakte Prognosen gibt es nicht, Spekulationen allerdings viele. Aber eines ist klar: Wie viel Schnee der Winter 2016 auch noch bringen mag, wir müssen unsere Dächer vor den Auswirkungen von Kälte, Eis und Schnee angemessen schützen. Dieser Schutz ist zum Teil auch gesetzlich vorgeschrieben und sieht in Tirol anders aus als im Burgenland.

Das Unvorhersehbare vorhersagen – das geht nicht. Somit stehen auch die Meteorologen vor einem Rätsel, wenn es darum geht, vorherzusagen, welche Wetterkapriolen uns der kommende Winter wohl bescheren wird. Vertraut man auf Erfahrungswerte, könnte man davon ausgehen, dass es ein strenger, langer Winter wird. Dies bedeutet viel Schnee mitsamt seinen Gefahren wie Lawinen und Glatteis sowie unter der Schneelast zusammenbrechende Strommasten und Bäume. Aber auch die Dächer ächzen bei enormem Schnee unter der Last. „Dächer in Österreich sind ständig Wettereinflüssen ausgesetzt. Daher gilt es diese zu warten und zu pflegen. Hierbei punktet das Steildach als ein wartungsfreundliches Dach fürs Leben. Sowohl Kosten als auch Wartung halten sich geringer im Gegensatz zu einem Flachdach. Das hat unsere in Auftrag gegebene TU-Studie ergeben“, erklärt Alfred Steingress, Sprecher der Initiative Pro Steildach.

Schneelast auf dem Dach

Abhängig vom Standort des Gebäudes, von Seehöhe und Dachneigung müssen Österreichs Dächer zwischen 84 und 1.080 Kilogramm Schneelast pro Quadratmeter ertragen können. Das gibt die ÖNORM EN 1991-1-3 vor, jene Norm des Bauwesens, welche die Einwirkungen von Schneelasten auf Tragwerke regelt. Dabei wird Österreich in verschiedene Zonen eingeteilt. Während die Haus- und Hallendächer im 11. Wiener Gemeindebezirk für eine Schneelast von 84 Kilogramm pro Quadratmeter konzeptioniert sind, was ungefähr dem durchschnittlichen Körpergewicht eines erwachsenen Mannes entspricht, müssen Dachkonstruktionen beispielsweise in St. Christoph am Arlberg in Tirol für 1.080 Kilo Schnee pro Quadratmeter gerüstet sein – also für das Gewicht eines Wasserbüffels.

Richtige Statik sorgt vor und das Steildach zeigt Vorteile

„Wichtig um diese Normen einhalten zu können, ist die Kenntnis und die richtige Anwendung der Einwirkung von Einflüssen aus der Umwelt, also wie ein Tragwerk geplant werden soll. Das Grundkonzept eines Hauses muss stimmen und Lasten berücksichtigt werden“, erklärt Dr. Karlheinz Hollinsky, Ziviltechniker für Bauwesen. Hier zeigt das Steildach schon in der Planung positive Aspekte. „Der größte Vorteil von Steildächern ist die Tatsache, dass Wasser abrinnen kann und auch Schnee abrutscht“, erklärt Hollinsky und meint weiter: „Vor allem Wasser kann somit nicht frieren und das Dach schädigen. Dies macht das Steildach zuverlässig.“ Er empfiehlt aber allen Hausbesitzern, die unsicher sind, bei starkem Schneefall eine regelmäßige Kontrolle der Schneehöhe. „Wir wollen allen Häuslbauern bewusstmachen, dass sie darauf achten sollten, ob die für ihre Region geltende ÖNORM eingehalten wurde“, sagt Steingress. Da auch andere äußere Ereignisse – etwa Sturmschäden – dem Dach Schäden zugefügt haben könnten, empfehlen die Experten, das Dach ab einem gewissen Alter von einem Fachmann in Augenschein nehmen zu lassen.

Schneeschutz ist effizient für das Steildach

Ein Steildach sollte unbedingt auch einen Schneeschutz haben. Dieser hat zwei wichtige Aufgaben: Einerseits sorgt er für die Sicherheit der Bewohner und Passanten entlang der Dachtraufe indem das Abrutschen des Schnees verhindert wird, andererseits dient er zum Schutz des Gebäudes und der Eindeckung.
Besonders in schneereichen Gebieten ist auf die richtige Auswahl des Schneeschutzes Rücksicht zu nehmen und die Herstellerrichtlinien zu beachten.

Beachtet man Statik, Schneeschutz und Co. steht einem sicheren Dach über dem Kopf auch im Winter nichts entgegen. Wichtig ist es, sich von Fachkräften beraten zu lassen, um so das Eigenheim zu einem sicheren Zuhause zu machen

Weitere Bilder und Informationen unter: http://1drv.ms/1PnmW3n

Über die Initiative Pro Steildach
Zur Initiative Pro Steildach haben sich im Frühjahr dieses Jahres die Firmen VELUX, TONDACH, BRAMAC, ETERNIT sowie holzbau austria zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist, die Nutzungsvorteile von geneigten Dächern – in bauphysikalischer sowie wirtschaftlicher Hinsicht – aufzuzeigen und das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Daches und die Dachform in der österreichischen Gesellschaft zu schärfen.

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