VP-Korosec: Streichung von Nachtdiensträdern in Pflegeheimen gefährdet Patientenversorgung

Einsparungen ohne Perspektive bringen nichts, sie zerstören ein funktionierendes System

Wien (OTS) - „Ich dachte, die Wiener Stadtregierung hätte aus den Heimskandalen der Vergangenheit etwas gelernt, aber offensichtlich ist dem nicht so. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man seitens der Führungsebene in der Einsparung der Nachtdienste in den Pflegeheimen eine essentielle Verbesserung der medizinischen Versorgung sieht“, erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec in Replik zu heutigen Medienberichten. Den Aussagen des ehemaligen Direktors der städtischen Pflegeheime Roland Paukner und auch des Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres könne sie sich nur anschließen, so Korosec.

„Wohin es führt, wenn in der Nacht zu wenig fachliches Personal da ist, haben wir zuletzt in der gemeinderätlichen Untersuchungskommission zur Psychiatrie in Wien mit betroffenen Medizinern und anerkannten Fachleuten aus dem In- und Ausland sehr ausführlich diskutiert. Es bringt nichts beim Personal zu sparen, wenn dadurch andere und vor allem kostenintensivere Leistungen wie Ambulanz- und Spitalszuweisungen vermehrt benötigt werden“, so die VP-Gesundheitssprecherin.

Dem Ansinnen der KAV-Führung müsse daher schleunigst ein Riegel vorgeschoben werden, denn die verstärkte Transferierung von pflegebedürftigen Menschen ins Akutspital sei nicht nur für die betroffenen alten Menschen und deren Angehörigen eine unnötige Belastung, sondern auch wirtschaftlich gesehen ein Unfug. „Wiens Stadtregierung muss hier schleunigst umdenken, bevor wir Gefahr laufen, dass Zustände wieder auftreten, die wir schon erfolgreich überwunden hatten“, so Korosec abschließend.

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