FSG-Fetik zur Kindergeldreform: Kündigungsschutz für den Papamonat fehlt

Familienministerium muss Rechner anbieten, damit Eltern sich orientieren können

Wien (OTS) - „Der Entwurf für das Kinderbetreuungsgeldkonto, das aus den vier fixen Pauschalvarianten ein flexibles Konto macht, deren Kontostand sich Mütter und Väter flexibel aufteilen können, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, begrüßt Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) im ÖGB, vor allem die Anreize für Väter, sich an der Kinderbetreuung zu beteiligen.

Die FSG hat sich mit ihrer Forderung nach einem Papamonat durchgesetzt, der als sogenannte Familienzeit geplant ist. „Damit sich möglichst viele Väter diese Zeit mit ihren Neugeborenen nehmen, braucht es neben der finanziellen Absicherung von 700 Euro aber noch eine wichtige arbeitsrechtliche Maßnahme, nämlich den Kündigungsschutz“, erklärt Fetik. Außerdem werden sich die FSG-Frauen dafür einsetzen, die Mindestdauer der Familienzeit von 31 auf 28 Tage zu senken, damit der Vater einfach 4 Wochen lang Zeit fürs Baby nehmen kann, ohne daran denken zu müssen, wie viel Tage gerade eine Arbeitswoche oder ein Monat hat.

Damit Mütter und Väter selbst ausrechnen können, wie viel Geld sie bekommen, schlägt Fetik einen Kindergeldrechner vor: „Diesen sollte das Familienministerium zur Verfügung stellen, damit sich Eltern ausrechnen können, wie viel Geld sie bekommen, wenn sie eine kürzere oder längere Bezugsdauer für das Kindergeld wählen und die Laufzeit eventuell sogar auf die Zeit des Kündigungsschutzes abstimmen wollen.“ Unabdingbar für die FSG-Frauenvorsitzende ist außerdem der flächendeckende Ausbau ganztägiger Kinderbildungseinrichtungen: „Alle Maßnahmen, die es möglich machen, dass Eltern trotz ihrer Betreuungsaufgaben wieder früher in den Beruf zurückkehren können, müssen forciert werden.“ Außerdem betont Fetik einmal mehr die Notwendigkeit eines bundeseinheitlichen Rahmengesetzes zur Ausbildung von KinderpädagogInnen, damit Kinder von Vorarlberg bis Wien in den besten Händen seien. „Die Reform des Kinderbetreuungsgeldes ist einer von vielen Schritten, die noch darüber hinaus gesetzt werden müssen, um Familien wirklich zu entlasten und zu unterstützen“, so Fetik abschließend.

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