Blecha: Wertschöpfungsabgabe entlastet Faktor Arbeit und sichert Sozialsysteme

Arbeitgeberbeiträge senken, Arbeitsplätze schaffen, Finanzierung der Sozialsysteme verbreitern – Bereits große Teile der Wirtschaft für Wertschöpfungsabgabe

Wien (OTS) - Die Front für die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe wird immer breiter! Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen Seniorenrates zeigt sich erfreut, dass inzwischen auch große Teile der Wirtschaft Seite an Seite mit dem Pensionistenverband, der Arbeiterkammer und den Gewerkschaften für die Wertschöpfungsabgabe eintreten. „Die Wertschöpfungsabgabe stärkt den Faktor Arbeit, entlastet personalintensive Unternehmen und verbreitert die Finanzierungsgrundlage unserer Sozialsysteme. Sie ist kein ‚alter Hut‘, sondern eine Notwendigkeit! Sie ist eine Zukunftsmaßnahme, die Österreichs Wirtschaft, Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt fit für die 4. Industrielle Revolution macht!“, betont Blecha. ****

„Derzeit finanziert sich unser Sozialsystem über Lohn- und Gehaltsabgaben von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen. Der Faktor Arbeit wird in Österreich unverhältnismäßig stark belastet, wir liegen dabei im europäischen Spitzenfeld, während Kapital kaum einen Beitrag leistet! Die Digitalisierung schreitet voran, Firmen erwirtschaften in computergesteuerten, menschenleeren Fabrikshallen hohe Gewinne, zahlen aber kaum Beiträge in die Sozialsysteme. Personalintensive Betriebe, mit vielen Mitarbeitern tragen eine unverhältnismäßig hohe Abgabenlast! Das wird in Zukunft nicht mehr funktionieren! Personalintensive Betriebe, die vielen Menschen Arbeitsplätze bieten, müssen entlastet werden, vollautomatisierte Betriebe müssen endlich auch einen adäquaten Beitrag leisten!“, stellt Blecha klar.

Senkung der Lohnnebenkosten stärkt Betriebe und schafft Arbeitsplätze

„Die Wertschöpfungsabgabe senkt die Arbeitgeberbeiträge personalintensiver Unternehmen. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen und vor allem Industrie, Gewerbe und dabei besonders der Handel- und Bausektor entlastet! Dies schafft wiederum Spielraum für weitere Investitionen und kurbelt das Wirtschaftswachstum an! Dafür sind auch große Teile der Wirtschaft“, so Blecha, der weiter erläutert: „Eine Wertschöpfungsabgabe ist daher alles andere als eine unternehmerfeindliche ‚Maschinensteuer‘, das ist bloße Polemik der Reform-Verweigerer. Sie betrifft nicht Investitionen sondern z.B. Mieten und Pachten, Gewinne, Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen.

Wertschöpfungsabgabe überlebensnotwendig für Sozialsystem

„Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt und die steigende Arbeitslosigkeit sind eine Zerreißprobe für unsere Sozialsysteme! Denn das Internet und intelligente Maschinen zahlen keine Beiträge für Sozialversicherung, Krankenversicherung, Pensionsversicherung etc. Die Verbreiterung der Finanzierung unserer Sozialsysteme durch die Wertschöpfungsabgabe ist daher überlebensnotwendig für unseren Sozialstaat!“, so Blecha, der abschließend klarstellt: „Die Wertschöpfungsabgabe ist eine zentrale Forderung des Pensionistenverbandes, sie muss am 29. Februar auf der Agenda stehen! Wir werden hier nicht lockerlassen und gemeinsam mit unseren Verbündeten aus Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Wirtschaft für diese notwendige Zukunftsreform kämpfen!“ (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001