Walser zur Bildungsreform: Verländerung wäre Rückschritt

Grüne verlangen Rückbesinnung auf inhaltliche Schwerpunkte

Wien (OTS) - „Wenn am Schluss der Bildungsreform wirklich herauskommen sollte, dass die Macht im Schulwesen bei den Landeshauptleuten konzentriert ist, wäre dies das Ende der Hoffnungen auf ein zukunftsweisendes Bildungssystem“, zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, wenig begeistert über den gestern bekannt gewordenen Inhalt des derzeitigen Standes im Machtpoker zwischen Bund und Ländern: „Die Verländerung wäre ein Rückschritt gegenüber dem jetzigen Zustand. Damit würde vor allem das dringend benötigte Geld weiter in eine aufgeblähte Verwaltung fließen.“

Fast drei Monate nach Bekanntgabe einer angeblichen Einigung zwischen Rot und Schwarz sowie zwischen Bund und Ländern ist das ständige Hin und Her bei den immer noch stattfindenden Geheimverhandlungen nur mehr als Posse zu bewerten. „Ich möchte daran erinnern, dass es bei der Bildungsreform nicht nur um Machtaufteilung, sondern vor allem um inhaltliche Dinge wie beispielsweise um die Einführung von Modellregionen zur Gemeinsamen Schule geht“, so der Grüne Bildungssprecher: „Von inhaltlichen Prämissen ist im Kampf um Einflusssphären allerdings leider nichts mehr zu hören. Wir verlangen daher eine Rückbesinnung auf inhaltliche Schwerpunkte in der Bildungsreform, die qualitative Verbesserungen in den Schulen – unterstützt durch eine schlanke Verwaltung – bringen muss.“

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