Bayr zum internationalen Tag gegen FGM: Menschenrechtsverletzung binnen einer Generation eliminieren!

Neuer UNICEF-Bericht geht von 200 Millionen Betroffenen aus – asiatisches Land unter Top Drei

Wien (OTS/SK) - „Dass die Anzahl an Mädchen und Frauen, deren äußere Genitalien verstümmelt sind, ansteigt, ist sehr besorgniserregend“, stellt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar fest. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, veröffentlichte heute einen Bericht, der von 200 Millionen betroffen Frauen und Mädchen ausgeht. „Genaue Zahlen gibt es nicht, wir müssen immer mit Schätzungen auskommen“, betont Bayr. Die letzten Schätzungen von UNICEF aus dem Jahr 2014 lagen bei 125 Millionen. „Neu an diesen Zahlen ist nicht nur, dass die Prognosen von einem weiteren Anstieg ausgehen, der auf das Bevölkerungswachstum in den betroffenen Ländern zurückzuführen ist“, kommentiert Bayr. Neu sei auch, dass ein asiatisches Land unter den traurigen Top Drei sei, was die Zahl natürlich auch anhebe. „Bisher gab es nur Schätzungen aus 29 afrikanischen und arabischen Ländern. Jetzt ist gesichtet, dass FGM in Indonesien so weit verbreitet ist, dass UNICEF publiziert, die Hälfte aller weltweit Betroffenen wären in Ägypten, Äthiopien und eben Indonesien zu finden“, kommentiert die Gründerin der österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung stopFGM. ****

„Prozentuell gesehen, sinkt FGM aber“, stellt Bayr fest und führt aus „1985 waren 51 Prozent aller Frauen in den betroffenen Ländern verstümmelt, heute sind es laut UNICEF 37 Prozent“. Weitere Anstrengungen gegen FGM seien daher bitter nötig, denn „FGM ist Ausdruck einer tiefverwurzelten Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit enormen körperlichen und seelischen Folgen“, so Bayr. Viele Hoffnungen liegen nur in neuen Anstrengungen und Strategien gegen die furchtbare Menschenrechtsverletzung. "Dass wir mit der Agenda 2030, die 17 globale Nachhaltigkeitsziele formuliert, nun auch einen weltweiten Auftrag haben, schädliche Praktiken und Traditionen bis zum Jahr 2050 zu eliminieren, ist politischer Auftrag an alle Staaten, sich im Kampf gegen FGM zu vereinen und unsere Anstrengungen weiter zu steigern", ist Bayr überzeugt und schließt: "Es ist ein mit den Menschenrechten, der Würde und sexuellen Selbstbestimmung der Frauen begründeter Kampf und es muss uns gelingen, weibliche Genitalverstümmelung binnen einer Generation zum Verschwinden zu bringen." (Schluss) sc/mp

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